
Babys und Schwangere sollten Eier in Maßen oder gar nicht genießen. Was es rund ums Thema Ei zu beachten gibt.
In puncto Eiweiß sind Eier echte Spitzenreiter, denn sie enthalten den gesunden Stoff in der höchsten biologischen Wertigkeit: Er kann quasi direkt in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Gerade in der Schwangerschaft ist die Deckung des Proteinbedarfs besonders wichtig, weil das Baby Eiweiß braucht, um Körperzellen und Gewebe aufzubauen. Ähnliches gilt für die Mineralstoffe Eisen und Kalzium, die ebenfalls unter der Schale stecken, sowie für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie machen Eier für Schwangere zu einer gesunden Ergänzung auf ihrem Speiseplan.
Dennoch gilt für ein Ei das Gleiche wie für alle anderen tierischen Lebensmittel: Weniger ist mehr - und 3 Eier pro Woche sind für werdende und stillende Mütter genug. Bei der Zubereitung der Eier und Eierspeisen müssen Schwangere besonders darauf achten, dass diese auch wirklich gut durchgegart sind, denn roh könnten die Eier Salmonellen enthalten sein. Das sind Bakterien, die mitunter schwere Erkrankungen verursachen und erst bei Temperaturen von über 70 Grad wirkungsvoll abgetötet werden.
Rohe Eier sind für werdende Mütter also tabu. Vorsicht: Rohe Eier stecken oft auch in selbst gemachten Speisen wie Mayonnaise, Tiramisu, Pudding, Sauce Hollandaise, Eis oder sonstigen Cremes. Bei der nächsten Einladung zum Geburtstag oder Kindergartenfest sollten Schwangere bei solchen Leckereien vorsichtig sein und lieber nachfragen, wie sie zubereitet wurden. Industriell gefertigte Mayonnaise, Salatdressings und andere Produkte sind dagegen unbedenklich, weil darin nur pasteurisierte Eier enthalten sind und damit ausreichend erhitzt wurden.
Für das Frühstücks-Ei am Ostersonntag gilt: besser hart als wachsweich. Dabei sollte beides, Eiweiß und Eidotter, fest sein. Richtwerte: Eier 7 Minuten kochen, 5 Minuten pochieren und Spiegeleier auf beiden Seiten je 3 Minuten braten, dann heißt es auch für Schwangere: „Genießen erlaubt!“
Die allermeisten Salmonellen finden sich übrigens auf der Schale - und nicht im Inneren des Eis. Deshalb sollten werdende Mütter die Ostereier zum Bemalen auch möglichst nicht selber ausblasen - sondern lieber auspusten lassen. Ähnlich strenge Hygieneregeln gelten für kleine, eifrige Osterkünstler: Bevor die Mal-Hasen loslegen dürfen, müssen die Eier gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel abgewaschen werden. Tipp: Zum Auspusten das Loch etwas größer machen, einen Strohhalm nehmen und den direkten Mundkontakt mir dem Ei vermeiden. Und nach der Pinselei unbedingt gründlich die Hände waschen.

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