Das Baby loben statt strafen
Wie Sabina Pauen betont auch Peter Angst, wie wichtig es ist, Babys zu loben und ihre Leistungen anzuerkennen. Strafen schwächen dagegen das Persönlichkeitsbild, da das emotional gesteuerte Kleinkind solche Grenzsetzungen leicht als Kränkung auffasst. In der Regel genügt ein strenger Blick und ein kurzes „Das möchte ich nicht“ - auch wenn ein Kind die verbale Botschaft noch nicht versteht. „Die negative Mimik und die Körpersprache bei einem ,Stopp!' kommen sofort beim Kind an“, sagt Sabina Pauen. „Nur können Babys das anfangs noch nicht übertragen. Sie kapieren das ,Nein' vielleicht für die eine Steckdose, aber nicht für die nächste einen Meter weiter.“ Dann muss man eben wieder „Nein“ sagen.
„Man muss mit Kindern immer auf ihrer Augenhöhe reden“, formuliert Hartmut Kasten eine wichtige Regel. Klar, das erfordert Feingefühl von den Eltern, die ihr Erziehungsverhalten stets der Entwicklungsstufe des Kindes anpassen müssen. Während Neugeborene noch die Vollzeitbetreuung brauchen, lernen etwa ältere Babys mit der Zeit, eine kleine Verzögerung bis zur nächsten Mahlzeit auszuhalten oder sich ein Weilchen auf einer Decke zu beschäftigen, bevor sie hochgehoben werden. Wichtig ist, dass Eltern die Schritte zur Selbstständigkeit beobachten, die sich ständig verändernden Bedürfnisse und Möglichkeiten ihres Kindes wahrnehmen und natürlich danach handeln.

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