So pauschal stimmt das nicht. „Vor allem gestillte Babys können schon ein bisschen knuffiger sein“, sagt Kinder- und Jugendärztin Dr. Hannelore Heuchert. Ein Anzeichen für drohendes Übergewicht sieht die Baby&Co-Expertin darin aber nicht. Im Gegenteil: Muttermilch ist das Beste für Ihr Baby. Dass sich Baby-Speck beim Baby immer auswächst, stimmt deshalb aber noch lange nicht.
So kann sich z.B. die frühzeitige Gewöhnung an zuckerhaltige Süßigkeiten beim Baby verselbstständigen. Auch Essen aus Langeweile sollte von klein auf nicht zur Angewohnheit werden. Sonst werden aus kleinen „Moppelchen“ große „Moppel“. Um die Kilos beim Baby im Blick zu behalten, sind die „U“-Untersuchungen beim Kinderarzt wichtig - nicht nur im Babyalter. Eine gute Orientierung bietet die Gewichtskurve im gelben Untersuchungsheft.
Das ist eine Weisheit aus Uromas Mottenkiste. Ein Baby schreit nie ohne Grund - ein Baby schreit, wenn sich Grundbedürfnisse wie Hunger und der Wunsch nach Zuwendung melden. Und wenn die Windel voll ist, wenn das Baby müde ist oder das Bäuchlein schmerzt. Manchmal ist dem Baby einfach langweilig. Dann schreit das Baby auch.
Ein Baby hat keine andere Möglichkeit, sein Unbehangen zu zeigen. Vom simplen „schreien lassen“ raten Experten ab - auch wenn die Eltern manchmal ganz schön genervt oder ratlos sind: „Schreien ist die Sprache des Babys, es macht auf sich aufmerksam im Sinne von ,Kümmere dich um mich und erwartet eine Antwort“, erklärt Baby&Co-Expertin Saskia zur Nieden, selbst Mutter von 10 Kindern.
Schön, wenn es bei Ihrm Baby so ist - doch wenn nicht, besteht kein Grund zur Sorge: Die Angaben entsprechen zwar dem durchschnittlichen Entwicklungsschema, doch ein Plus oder Minuns von 2 bis 3 Monaten je nach Baby ist ganz normal.
„Bis zum 12. Monat sollte das Kind krabbeln und sich an Möbeln hochziehen, bis zum 20. Monat frei laufen können“, sagt Kinderärztin Dr. Hannelore Heuchert.
Für Eltern, die Bedenken hinsichtlich der motorischen Entwicklung ihres Kindes haben, ist die U6 (mit 1 Jahr) ein wichtiger Anhaltspunkt. Werden dabei so genannte Entwicklungsverzögerungen beim Baby festgestellt, verordnen Kinderärzte gezielte Gymnastik, die dem Kind in der Regel gut auf die Sprünge hilft. Übrigens: Was für die motorische Entwicklung beim Baby gilt, gilt auch für die sprachliche. Differenzen von mehreren Monaten beim Baby sind normal.

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