Trotzphase: 5 Strategien bei trotzigen Babys
Es gibt also zahlreiche Gründe, die aus den rosigen Lieblingen kleine Wüteriche machen können - dann helfen Eltern diese Strategien:
- Geht es ums Habenwollen, ist die Lösung recht einfach: Entweder, die Eltern erfüllen den Wunsch ihres Babys und geben ihm die Puppe, den Ball, den Keks oder die ersehnte Geborgenheit. Oder sie lenken die Aufmerksamkeit des Babys auf etwas anderes. Das klassische Ablenkungsmanöver ist gerade bei den Kleinsten erfolgversprechender als der Versuch einer logischen Erklärung, warum etwas nicht ausgehändigt oder geleistet werden kann.
- Reagieren Sie auf Wut niemals mit Wut. Unsere Babys sehen in uns Vorbilder - auch dann, wenn sie gerade ziemlich aus dem Häuschen sind. Wütend machen wir uns zum Spiegel der kindlichen Hilflosigkeit und geben ein entlarvend unsouveränes Bild ab, aus dem der Nachwuchs keinerlei konstruktive Lösung ableiten kann. So verunsichern wir, anstatt zu helfen. Schlichtes Ignorieren ist ebenso untauglich - und löst eher noch Verzweiflung aus.
- Der richtige Ansatz ist das Gegenteil von Ignoranz: Wer auf sein wütendes Baby eingeht, geduldig mit ihm redet, tröstet, hilft und Lösungen aufzeigt, ist in doppelter Hinsicht gutes Vorbild: Zum einen als praktischer Helfer, der aus dem Dilemma den Weg weist, zum anderen als Beispielgeber für gutes zwischenmenschliches Verhalten, das auf Verständnis und Einfühlsamkeit gründet - wenn im Kleinen die Familie, im Großen die Gesellschaft funktionieren soll.
- Dafür ist es wichtig, zu erkennen, dass es das Baby nicht „böse“ meint und uns auch nicht ärgern will.
- Und doch muss klar sein, dass es in der Erziehung eine Hierarchie gibt: Setzen Sie Grenzen, wo sie unvermeidlich sind, fomulieren Sie sie deutlich und seien Sie konsequent - mindestens überall dort, wo sich das Kind durch die eigene Wut selbst in Gefahr bringen würde.