Und schnell werden gerade die eigenen Händchen für das Baby extrem interessant. Wie schmeckt so eine Hand? Wie fühlt es sich an, wenn sich die Finger im Mund bewegen? Das erforscht ein Baby von Geburt an. Schon ein wenige Tage altes Baby kann sich selbst beruhigen, indem es an seinem Fäustchen saugt.
Gebannt beobachtet ein 2 Monate altes Baby seine Fingerbewegungen. Und eine große Errungenschaft ist es für ein Baby, wenn es mit 3 Monaten die Händchen vor dem Gesicht zusammenführen kann - und die eine Hand die andere betastet.
So lernt ein Baby Bewegungsabläufe und übt die Hand-Auge-Koordination.
Übrigens kann auch für Eltern die Sprache der Hände aufschlussreich sein: Ein Fäustchen mit weiß hervortretenden Knöcheln etwa ist ein Zeichen von Anspannung.
Mit etwa 5 Monaten hat das Baby seine Bewegungen so weit unter Kontrolle, dass es gezielt die Hand nach etwas ausstrecken und es befühlen kann. „Das Kind ertastet sich die Welt mit den Händen. Es unterscheidet kalt, warm, hart, nachgebend. Es lernt, dass man einen Apfel aufheben kann, dass ein Griff am Schrank aber unbeweglich ist. Im Gehirn werden zwischen allen Informationen Verbindungen hergestellt“, erklärt Dr. Heinz Krombholz vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. Das Erlebnis, selbst einen Gegenstand ergreifen und manipulieren zu können, macht die Kleinen auch selbstständiger. „Sie lernen: Ich kann etwas bewirken.“

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