
Wenn das Baby schielt, gibt es nach der Geburt noch keinen Grund zur Sorge. Doch manchmal steckt dahinter eine Sehstörung, die behandelt werden muss
Nichts freut eine Mutter mehr als das Lachen ihres Babys und dazu ein Blick aus seinen strahlenden Augen! Doch die wollen manchmal nicht so recht gehorchen - das Kleine schielt.
Das hat einen einfachen Grund: Babys können zwar schon von Geburt an sehen, nehmen aber zunächst nur Konturen wahr, das Fixieren von Gegenständen und das „Scharfstellen“ müssen sie erst noch lernen. Perfekt sehen können Kinder erst etwa mit der Schulreife.
Wenn bei Ihrem Kleinen gelegentlich ein Blick danebengeht, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Fällt aber über den 3. Monat hinaus ein Auge immer wieder aus der Sichtachse, hat Ihr Baby vermutlich einen Sehfehler.
5 % aller Kinder sind vom Schielen betroffen, es ist somit der am häufigsten auftretende Sehfehler.
Im Normalfall schauen beide Augen in eine Richtung. Dabei entsteht auf jedem ein Bild, das sich nur ganz wenig vom anderen unterscheidet. Das Gehirn fügt beide Bilder zu einem deckungsgleichen 3-D-Bild zusammen.
Beim Schielen aber weichen die Bilder so stark voneinander ab, dass das Gehirn nicht mehr in der Lage ist, sie exakt aufeinander abzustimmen; es entstehen Doppelbilder - und ein Problem: Das Gehirn unterdrückt das vom schielenden Auge übermittelte Bild und blendet es einfach aus. Die Sehkraft des nicht beschäftigten Auges lässt dann nach, auf Dauer wird es schwachsichtig.
Es gibt einen simplen Kniff, um herauszufinden, ob Ihr Kind schielt. Schauen Sie sich Fotos Ihres Lieblings mit „geblitzten“ Augen an. Im Normalfall erscheinen hier beide Augen rot; liegt ein Schielfehler vor, ist es nur eines. Wenn Sie zweifeln, ob alles in Ordnung ist, gehen Sie zum Arzt, denn Schielen sollte so früh wie möglich behandelt werden.
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