Baby-Entwicklung: Das Baby im 1. Monat

Ihr Säugling schläft im 1. Monat zwar noch recht viel, reagiert aber sehr aufmerksam auf Geräusche, wenn er wach ist. Er prägt sich Ihr Gesicht ein und lernt, dass er Ihnen vertrauen kann. Das müssen Sie ihm aber auch beweisen. Wie, das lesen Sie hier.


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Baby-Entwicklung: 1. Monat


Entwicklung der Sinne


Ihr Baby wird allmählich wacher. Es schaut Sie intensiv an, wenn Sie es ansprechen oder füttern, sucht Blickkontakt und kann ihn Ende der 4. Lebenswoche schon kurz halten. Ihr Gesicht hat es sich bereits eingeprägt und erkennt es wieder, wenn Sie es nahe an seines halten. Ab der 3. Lebenswoche kann Ihr Baby schon Dinge in nächster Nähe mit seinen Augen fixieren.

Außerdem reagiert Ihr Säugling schon sehr aufmerksam auf Reize. Er kann Geräusche wahrnehmen und dreht seinen Kopf in die Richtung, aus der er etwas hört. Weil sich Ihr Baby neben Ihrem Gesicht auch schon Ihre Stimme eingeprägt hat, kann es sie aus vielen anderen Stimmen heraushören.

Ein Baby im 1. Lebensmonat versucht bereits durch „Gurren“ mit seinen vertrauten Mitmenschen zu kommunizieren und ahmt intuitiv Ihre Mimik nach. Letzteres ist die Ursache für das sogenannte Engelslächeln innerhalb der ersten Lebenswochen. Dieses Lächeln erfolgt oft im Schlaf durch eine unbewusste Muskelbewegung des Babys.
Emotionale Entwicklung beim Säugling

Sanftes Streicheln, Zusprache und viel Hautkontakt vermitteln dem Neugeborenen Geborgenheit und stärken sein Urvertrauen. Um die emotionale Bindung (Bonding) zwischen Ihnen und Ihrem Kind zu fördern, sollten Sie also so oft es geht ausgiebig mit Ihrem kleinen Schatz schmusen. Damit legen Sie den Grundstein für die soziale und emotionale Entwicklung Ihres Kindes. Dazu gehört auch, dass Sie Ihr Baby nicht schreien lassen, sondern auf den Arm nehmen, wenn es weint. So lernt es, dass es sich auf Sie verlassen kann und es bei Ihnen sicher ist.

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Entwicklung im 1. Monat richtig fördern

Sie können die Entwicklung Ihres Babys fördern, indem Sie bspw. beim Sprechen oder Spielen ganz nah an es heran kommen, sodass es Sie anschauen und gut hören kann.

Bieten Sie ihm außerdem die ersten Reize an. Ein buntes Baby Mobile, welches Sie über dem Stubenwagen oder dem Bettchen anbringen, wird Ihr Säugling schon aufmerksam betrachten. Wenn Sie Ihr Baby gegen Ende des 1. Lebensmonats auf den Bauch legen und ihm Spielzeug hinlegen, regen Sie es dazu an, das Köpfchen zu heben und so die Nackenmuskulatur zu trainieren.

Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihr Baby nicht mit zu vielen Reizen (verschiedene Spieluhren, viel Spielzeug, zu feingliedrige Mobiles) überfordern. Das schafft Nervosität und lässt Ihr Baby unruhig werden. Einem so jungen Kind reichen einige wenige Reize zur Beschäftigung aus, die es dafür eingehend wahrnimmt und verarbeitet.
Vorsorgeuntersuchung U1 – Direkt nach der Geburt

Vorsorgeuntersuchung U1 und U2 im 1. Monat

Im 1. Lebensmonat stehen die U1 und die U2 an.


© Thinkstock
In regelmäßigen Abständen wird ein Kinderarzt die gesunde Entwicklung Ihres Babys überprüfen. Dafür sind die U-Untersuchungen in einigen Bundesländern bereits Pflicht. Die 1. Vorsorgeuntersuchung, die U1, erfolgt direkt nach der Geburt. Hier schaut der Arzt, ob das Neugeborene die Geburt gut überstanden hat. Er wiegt und misst das Kind, überprüft Atmung, Herzschlag und Reflexe. Die Ergebnisse werden in das gelbe Heft für Vorsorgeuntersuchungen eingetragen. Bis zum 5. Lebensjahr sind für Kinder in diesem Heft neun Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen.
Neugeborenen-Screening
Am zweiten oder dritten Lebenstag wird in der Klinik (oder alternativ bei einer ambulaten Geburt durch die Hebamme) das Neugeborenen-Screening durchgeführt. Bei dieser (freiwilligen) Vorsorgeuntersuchung werden ein paar Tropfen Blut auf Hormonstörungen und Stoffwechselerkrankungen hin untersucht. Auf diese Untersuchung sollten Sie nicht verzichten! Zwar ist die Chance, dass Ihr Baby an einer der Erkrankungen leidet, sehr gering, sollte das aber doch der Fall sein, ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung für eine gesunde Entwicklung äußerst wichtig.

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Ein paar Tropfen Blut des neugeborenen Babys geben Auskunft über Hormon- und Stoffwechselerkrankungen.


Vorsorgeuntersuchung U2 – 3 bis 10 Tage nach der Geburt

Innerhalb der erste zehn Tage nach der Geburt werden beim Säugling die Funktionen der Organe, die Vollständigkeit des Skeletts, das Nervensystem und die Reflexe geprüft. Außerdem wird dem Säugling Blut abgenommen, um mögliche Stoffwechsel- oder Hormonkrankheiten zu erkennen.

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Besonders wichtig: die Überprüfung des Moro-Reflexes, auch „Schreckreflex“ genannt. Bei dieser Untersuchung wird der Säugling etwas schneller nach hinten „fallen gelassen“. Der Säugling reagiert unwillkürlich mit Ausbreiten von Armen und Beinen. Sofort zieht er die Arme und Beine wieder an sich, bildet Fäustchen mit der Hand und nimmt damit eine Klammerhaltung ein. Wenn der Säugling mit beiden Körperhälften gleichzeitig reagiert, ist die Funktionsfähigkeit des zentralen Nervensystems in Ordnung.
Video: Was Ihr Baby gegen Ende des 1. Monats kann
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