Ice Ice Baby: Wie Ihr Baby die Hitze gut übersteht

Kaum auf der Welt geht es für Sommerbabys im wahrsten Sinne gleich heiß her. Hier finden Sie Tipps, wie Ihr Baby die Hitze gut übersteht.


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Gerade auf der Welt und schon fängt das harte Leben an. Anders als im All-Inclusive-Ressort in Mamas Bauch steht jetzt für den kleinen Körper Schwerstarbeit an. Und im Sommer ist das im wahrsten Sinne besonders schweißtreibend. Hitze macht Babys sehr zu schaffen, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können: Sie neigen zu Hitzestaus, kühlen aber auch leicht aus. Mit diesen Tipps helfen Sie Ihrem Neuling heiße Sommertage gut zu überstehen.


Sommerbaby sitzt mit Windel im Kinderwagen


© Thinkstock
Wie viel Sonne ist ok?


Vor allem die Mittags-Hitze sollte für Säuglinge tabu sein. Verlegen Sie Spaziergänge auf den frühen Vormittag oder kühlere Abendstunden. Dann brennt die Sonne noch nicht beziehungsweise nicht mehr so unerbittlich. Mit Neugeborenen ist es sogar besser, den ganzen Tag in der kühlen Wohnung zu verbringen, wenn die Temperaturen zu heiß sind. Nach zwei Wochen können Sie einen ersten Ausflug wagen.

Aber auch dann gilt: Auf keinen Fall direkte Sonne, Schatten ist Pflicht. Nicht nur wegen der Hitze sondern auch wegen der schädlichen UV-Strahlung. Babyhaut ist ohnehin sehr empfindlich und hat keinen natürlichen Schutz gegen die Sonne.

Ihr Schutzsystem braucht einige Jahre, bis die Haut UV-Strahlen etwas entgegenzusetzen hat. Sie müssen Babyhaut also vor der Sonne schützen. Ältere Babys können Sie mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor bei der Abwehr unterstützen. Säuglinge vertragen diesen jedoch nur bedingt. Ihre Hautbarriere ist noch sehr dünn und kann daher viel empfindlicher auf die in Cremes enthaltenen Stoffe reagieren. Neugeborene sollten Sie deshalb gar nicht eincremen, ältere Babys am besten mit mineralischen Sonnencremes.

Ist mein Baby richtig angezogen?


Wichtig ist auch die richtige Kleidung. Achten Sie vor allem im Sommer auf das Material. Natürliche Stoffe wie Baumwolle sind ideal, da sie die Haut genügend atmen lassen und die Hitze gut nach außen abtransportieren. Meiden Sie also Kunstfasern. Und wie viel ist richtig? Ob Ihr Kind zu warm oder zu luftig angezogen ist, lässt sich ganz einfach feststellen: Fassen Sie ihm in den Nacken. Fühlt er sich warm aber nicht heiß an, ist alles in Ordnung. Schwitzt er, war die letzte Schicht doch zu viel. Ein Mützchen muss trotzdem immer sein. Es schützt vor Sonne und Zugluft. Die besten Mützchen für Neugeborene haben Ohrenklappen und einen Nackenschutz. Denken Sie auch daran, dass Babys in kühlen Räumen schnell wieder auskühlen, vor allem wenn sie vorher geschwitzt haben. Jetzt braucht das Baby wieder eine leichte Hülle, um die Wärme halten zu können. Normalerweise reicht ein dünnes Tuch oder eine Stoffwindel aus, mit dem Sie es zudecken.
Trinkt mein Baby genug?

Stillen Sie Ihr Baby, dann müssen Sie sich keine Gedanken machen. Denn egal wie heiß es draußen ist, vollgestillte Säuglinge brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Muttermilch reicht aus. Zu Beginn der Stillmahlzeit ist die Milch durststillend und erst wenn dein Baby länger trinkt, wird sie nahrhafter. Sie werden also vielleicht bemerken, dass Ihr Kind jetzt öfter aber viel kürzer trinken möchte. Das gleiche gilt für industriell hergestellte Säuglingsmilch. Auch diese ist so konzipiert, dass sie den Flüssigkeitsbedarf des Babys deckt. Bekommt Ihr Nachwuchs bereits Beikost, können Sie bei heißem Wetter zusätzlich Wasser anbieten. Achten Sie aber auf den Nitratwert des Wassers. Der sollte nicht über 50 mg pro Liter liegen. Kaufen Sie am besten Mineralwasser mit dem Hinweis "für Säuglingsnahrung geeignet“. Mehr dazu lesen Sie auch in unseren 10 Fragen zum Trinken bei Babys.
Und wie bringe ich meinem Baby etwas Abkühlung?
Lassen Sie im Sommer einfach öfter die Windel weg. Ihr Baby wird sich über die frische Luft am Popo freuen. Nackt zu Strampeln gibt ihm einfach ein tolles Körpergefühl. Noch dazu ist das gesund für die zarte Babyhaut und beugt einer Windeldermatitis vor.

Auch wenn es für Sie die beste Erfrischung ist, mit dem Säugling im kalten Wasser zu planschen ist nicht gut. Babys kühlen sehr schnell aus, da der Körper die Wärmeregulierung noch nicht beherrscht. Deshalb brauchen Babys beim längeren Baden eine Temperatur von etwa 38 Grad, um nicht zu viel Körperwärme zu verlieren.


Baby planscht mit den Händen in Wasser


© Thinkstock
Ein kurzer kalter Reiz ist aber völlig in Ordnung. Angenehmer für das Baby ist trotzdem dieser Trick: Waschen Sie es mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Wenn das Wasser wieder verdunstet, bringt das einen angenehm kühlenden Effekt. Vorsicht: auf keinen Fall sollte ihr Baby dabei in der Zugluft liegen!

Grundsätzlich ist Zugluft schlecht für Babys. Sie können sich leicht verkühlen und erkälten. Deshalb sind auch Ventilatoren tabu fürs Kinderzimmer. Auch bei offenem Fernster sollte Ihr Baby nicht schlafen.

Unser Tipp:
Stellen Sie einfach einen Wäscheständer mit feuchten Handtüchern auf. Das kühlt das Zimmer sanft herunter.

Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack. Merken Sie, dass auch diese Kombination zu warm sein sollte, nehmen Sie ein Baumwolltuch als Zudecke. Am besten unter die Ärmchen stecken und die Enden unter der Matratze festgestecken, damit nichts verrutschen kann.

Mehr Tipps, wie Sie mit dem Baby sicher durch den Sommer kommen finden Sie auch in usnerer Bildergalerie oder in unserem Special "Urlaub mit Kindern".





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