Rituale helfen dem Baby beim Entspannen und Schlafen

Angespannte Babys finden keine Ruhe und dadurch auch keinen Schlaf. Wir erklären Ihnen, wie wichtig eine tägliche Routine für Babys Entspannung ist und zeigen Ihnen, wie Sie angespannte Babys beruhigen können.


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Baby schlafen: Rhythmus und Rituale sind wichtig


Nur entspannte Babys können schlafen


Wie lange sich die Anpassungsphase an Schlafen und Wachen hinzieht, ist von Baby zu Baby verschieden. Manche Babys sind von Anfang an recht entspannt, andere kommen kaum zur Ruhe. Sie finden nur schwer in einen erholsamen Schlaf und können während der Wachphasen kaum die vielen Eindrücke verarbeiten, die auf sie einstürmen. Solchen Babys helfen regelmäßige Ruhepausen etwa alle 1,5 Stunden. Viele Babys mögen es auch, zur Beruhigung und zum Schlafen fest in eine Decke gewickelt (gepukt) zu werden, weil es sie an die Geborgenheit der Gebärmutter erinnert und ihnen damit Halt und Sicherheit gibt.

Auch folgende Tipps können dabei helfen, dass angespannte Baby zu beruhigen: 

Tipps, um das Baby zu beruhigen
  • 1 / 5
    Tragen Sie Ihr Baby viel

    So fühlt es nicht nur beim Schlafen Körperwärme, hört Herzschlag und Stimme seiner Eltern. Das gleichmäßige Be- und Entlasten von Wirbelsäule und Hüftgelenken fördert zudem den Wachstumsreiz. Nutzen Sie vielleicht sogar schon ein Tragetuch? Wenn nicht, denken Sie doch mal drüber nach.

  • 2 / 5
    Viel Hautkontakt tut gut

    Pro Quadratzentimeter Babyhaut finden sich etwa 6 Millionen Zellen und Nervenfasern. Durch liebevolle Berührungen, Streicheln und Massagen fühlt sich das Baby geliebt und angenommen und entwickelt Urvertrauen. Babymassage-Kurse gibt’s für Kinder ab der 4. Lebenswoche.

  • 3 / 5
    Kein Parfum

    Verzichten Sie in den ersten Wochen ganz auf Parfum, um den Geruchssinn Ihres Babys nicht zu irritieren. Babys mögen dafür sehr gern ein Schmusetuch, das nach Ihnen riecht.

  • 4 / 5
    Das Baby verstehen lernen

    Nehmen Sie sich Zeit, zu horchen und zu sehen, was Ihr Baby mit Schreien und Mimik sagen will. Braucht es Zuwendung, eine Windel, die Brust? Je zuverlässiger die Bedürfnisse erfüllt werden, desto besser kann sich ein Baby entwickeln.

  • 5 / 5
    Nicht schreien lassen!

    Im ersten Halbjahr können Sie Ihr Baby nicht genug verwöhnen! Reagieren Sie sofort, wenn es schreit. Den „intentional cry“, den bewussten Schrei, beherrscht es erst gegen Ende des ersten Halbjahres.



Rituale und ein geregelter Tagesablauf helfen beim Entspannen
„Wenn ein Baby sehr unruhig ist und nur schwer einschlafen kann, ist Reizabschirmung ganz wichtig: ein möglichst gleichmäßiger Tagesablauf mit Spaziergängen und festen Zeiten fürs Spielen und Baden“, sagt der Freiburger Psychologe Ulrich Rabenschlag.

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Dabei geht’s natürlich nicht darum, die verschiedenen Aktivitäten pünktlich auf die Minute durchzuziehen, sondern das Baby an die Wiederkehr der Vorgänge zu gewöhnen. „Vertrautes schafft Vertrauen“, fasst es der Neurobiologe Gerald Hüther zusammen.

Ab einem Alter von etwa vier Monaten begeistern sich Babys deshalb auch für Singspiele wie „Hoppe, hoppe, Reiter“ oder Fingerspiele. Sie stellen entzückt fest, dass sie sich auf einen Rhythmus und darauf verlassen können, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt immer das Gleiche passiert.

Ob ein Baby im eigenen Bett oder mit im Elternbett schläft (Co-Sleeping sagt der Fachmann dazu), ist für Psychologe Rabenschlag eine kulturelle Frage. „Bei vielen Völkern ist es normal, dass der Säugling bei seinen Eltern schläft, bei uns nicht unbedingt. Ich bin der Auffassung: Gut und richtig ist, womit sich Eltern und Baby wohl fühlen“, so der Schlafforscher, und gibt noch einen Tipp: „Der Umzug aus dem Elternschlafzimmer ins Kinderzimmer klappt mit etwa elf Monaten besser als später.“


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