Das Baby schreit: Wie Sie Schreibabys beruhigen können

Ein Baby schreit nie ohne Grund. Was Schreibabys fehlen könnte und wie die Kleinen damit umgehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.


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Schreibabys: Baby schreit, was tun?


Wer das Bedürfnis kennt, kann das Baby beruhigen


„Die Kunst der Beruhigung liegt darin, frühzeitig das richtige Bedürfnis zu erkennen“

Das schreibt Verhaltensbiologe Dr. Joachim Bensel und erklärt es so: Wenn das Baby etwas braucht, sendet es rechtzeitig Signale. Diese zu erkennen und zu entschlüsseln sei für die Eltern gar nicht so schwer -  und angemessen zu reagieren natürlich dann erst recht nicht. Dafür bräuchte es in erster Linie ein wenig Praxis (die bei allen Eltern mit der Zeit von selbst kommt) und Selbstsicherheit (die mit der Praxis kommt).

Sie sollten Ihrer Intuition vertrauen und bald werden Sie in den allermeisten Fällen verstehen, was Ihr Baby Ihnen sagen will, wenn es sich die Nase reibt, am Daumenballen nuckelt oder den Kopf wegdreht.
Babys kommunizieren durch Körpersprache
Auch wenn dem Baby die Worte fehlen: sprachlos ist es deswegen noch lange nicht. Mimik, Gestik, Lautäußerungen aller Art - ihren ganzen Körper setzen Babys ein, um uns zu verraten, ob sie jetzt eine Runde Schäkern nett fänden oder doch lieber das Fläschchen bekommen würden.

Und wirklich viel braucht ein Baby auch nicht: In den ersten Monaten beschränken sich seine Bedürfnisse auf Kontakt, Nahrung, Schlaf und Anregung. Fragt sich eben nur, wann welches Bedürfnis an der Reihe ist. Bei der Ursachenforschung von Schreibabys sollten Sie eins immer im Kopf behalten: Im ersten Lebensjahr lernt Ihr Baby ohne Unterlass. Alles ist neu, alles wird zum ersten Mal erlebt und beeindruckt mächtig - oder macht manchmal sogar ein bisschen Angst. Jede Minute steckt voller unbekannter Reize, an die sich das Baby erst gewöhnen muss - Licht, Kleidung, Essen, Temperatur, Geräusche…. Eine ungeheure Leistung, die Ihr Baby da vollbringt. Kein Wunder also, wenn das Baby sich hier und da mal ein wenig beschwert!

Im Video: Warum Babys schreien
„Für das Baby ist es bedrohlich, allein zu sein“, erläutert Martina Kindsmüller. Die Diplom-Psychologin von der Regensburger Familientherapeutischen Beratungsstelle weiß: „Wenn Ihr Kind sich Gehör verschafft, ist das völlig normal. Bitte bedenken Sie: Ihr Baby schreit Sie ja nicht an, es meldet sich, weil ihm etwas fehlt! Dieses Schreien bringt die Eltern dazu, dem Baby zu helfen. Es ist sein wirksamstes Alarmsignal.“

Das aber birgt auch 2 Gefahren. Zum einen sind alarmierte Eltern unruhige Eltern. Mit ihrem Wunsch, das Baby möglichst schnell zu beruhigen, können sie schon mal über das Ziel hinausschießen. Die andere Gefahr: dass die Elternteile den Druck, unter den der Baby-Alarm sie setzt, aneinander auslassen, statt zusammenzuhalten. Jetzt zu glauben, der Partner mache Fehler und an ihm liege es, dass das Baby noch schreit, mag verständlich sein, falsch ist es dennoch.

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