Babybett: So finden Sie das richtige

Wir geben Entscheidungshilfe beim Babybett-Kauf und erklären, warum Experten von Bettwäsche und Schmusetieren im Babybett abraten.


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Beim Babybett auf Prüfsiegel achten
An oberster Stelle steht die Sicherheit Ihres Babys, wenn Sie auf der Suche nach dem idealen Babybett sind. Das heißt, achten Sie insbesondere auf ein offizielles Prüfsiegel wie dem GS-Zeichen, einem DIN-Zeichen oder dem TÜV-Zeichen. Zudem sollte das Babybett folgende Kennzeichnungen besitzen: Daten zum Hersteller, Nummer/ Datum der DIN EN-Norm 716-1:2008 + A1:2013 ("Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich") und die Markierung der maximalen Matratzenhöhe.


Babybett


© Thinkstock

Wichtig beim Babybett: Solide Verarbeitung
Damit sich Ihr Baby nicht verletzen kann, sollte das Babybett aus stabilem Material und solide verarbeitet sein. Das heißt, es darf nicht wackeln, wenn Sie daran ruckeln und insbesondere keine scharfen Kanten oder Ecken haben. Dazu kommt, dass die Oberflächen möglichst glatt und ausschließlich mit ungiftigen Lacken und Lasuren behandelt worden sein sollten. Laut dem Verbraucherportal VIS Bayern* sollten Sie beim Babybett außerdem auf diese Punkte achten:

• keine Querelemente, an denen Ihr Kind sich hochziehen und hochklettern könnte
• keine überstehenden Teile, an denen Ihr Kind mit Kleidung etc. hängen bleiben
   kann
• keine abnehmbaren Kleinteile in Reichweite Ihres Kindes
• für das Kind unerreichbare oder schwer zu öffnende Verschlüsse
• Gebrauchsanweisung muss vorhanden sein
• gesundheitsverträgliche Materialien, frei von Schadstoffen 

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Die richtigen Babybett-Maße

Ebenfalls wichtig in Puncto Sicherheit: die Maße des Babybetts. Damit ist nicht die Abmessung der Liegefläche gemeint, die bei Standard-Babybetten in der Regel 70 x 140 Zentimeter beträgt. Ein viel größeres Augenmerk sollten Sie auf die Abstände zwischen den einzelnen Bauteilen legen, damit Ihr Baby sich nicht einklemmen oder sonst wie verletzen kann. Die VIS Bayern* nennt folgende Maße:

Abstand zweier Bauteile (z.B. der Gitterstäbe) oder der Durchmesser von Öffnungen: mind. 45 Millimeter, max. 65 Millimeter (auch unter Belastung)

Spalt zwischen Boden und Gestell:  kleiner als 25 Millimeter

Abstand Liegefläche zur Oberkante: mind. 30 Zentimeter (höchste Stellung) bzw. 60 Zentimeter (niedrigste Stellung)

Abstand Oberkante Matratze zu Oberkante Bett: mind. 20 Zentimeter (höchste Stellung) bzw. 50 Zentimeter (niedrigste Stellung)

Abstände zwischen den Leisten des Bettbodens:  kleiner als 60 Millimeter

Hat das Babybett Rollen, sollten zwei von vier Rollen feststellbar sein. Hat es sogenannte Schlupfsprossen, also Sprossen, die sich entfernen lassen und dem Kind ein eigenständiges Rein- und Rauskrabbeln zu ermöglichen, sollten diese mit der Feder nach oben zu montieren sein. Außerdem sollten auf das Babybett auflegbare Wickelbretter zum Schlafen heruntergenommen werden müssen, um eine Gefährdung des Kindes auszuschließen.

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Textilien im Babybett: Weniger ist mehr

Der Vollständigkeit halber möchten wir es hier noch einmal erwähnen: Experten raten davon ab, das Baby mit einer Decke schlafen zu lassen sowie Kuscheltiere und Schnuffeltücher mit ins Bettchen zu legen. Die Gefahr, dass sich das Baby etwas über den Kopf oder vor das Gesicht zieht und dann überhitzt oder zu viel CO2 einatmet, ist zu hoch (Stichwort: SIDS - Plötzlicher Kindstod). Sollten Sie sich dennoch für eine Decke entscheiden, dann sollte die nicht so dick sein. Legen Sie Ihr Baby so ins Bett, dass es mit den Füßen am Fußende des Bettes anstößt. So ist die Gefahr geringer, dass es unter die Decke rutscht. Besser geeignet als eine Decke ist jedoch ein Schlafsack. Der sollte ebenfalls nicht zu dick und warm sein und gerade groß genug sein, dass Ihr Baby nicht hinein oder herausrutschen kann. Achten Sie darauf, dass auch das Bettlaken sicher unter der Matratze befestigt ist und vom Baby nicht gelockert werden kann. Auch ein Seitenpolster oder Nestchen sollten Sie nur dann nutzen, wenn es sich ordentlich am Bett befestigen lässt. Für wohlige Gemütlichkeit sorgt ein Betthimmel. Ein Kopfkissen hingegen ist ein No-Go: Babys brauchen noch keine Kopferhöhung und im schlimmsten Fall kann das Kissen die Atmung behindern.

Alle Textilien im Babybett sollten bei 60 Grad waschbar und geprüft schadstofffrei sein. Andernfalls könnten Schadstoffrückstände wegen des sehr langen und intensiven Hautkontakts des Babys mit den Materialien eine Neigung zu Allergien auslösen oder verstärken.

Kann das Baby nicht auch im Elternbett schlafen?


Davon raten Experten ab. In der Regel ist die Matratze der Erwachsenen zu weich für das Neugeborene. Die größte Gefahr geht aber von der Wärme aus: Zwischen Mama und Papa wird es den Säugling schnell zu warm, da er seine Körpertemperatur noch nicht ausreichend selbst regulieren kann. Möchten Sie Ihr Baby dennoch mit bei sich im Bett schlafen lassen, sollten Sie also einige Dinge beachten. Welche genau, das lesen Sie hier:

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Also lieber ein eigenes Bettchen fürs Baby. Besonders wichtig dabei: die richtige Babymatratze. Wie die sein sollte und welche Matratzen in den letzten Jahres Testsieger wurden, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

* Quelle:
VIS Bayern zur Anschaffung von Kinderbetten


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