Babyphone-Ratgeber: Funktion vs. Strahlung?

Ein Babyphone gehört heute mittlerweile wohl zur Standard-Ausstattung im Babyzimmer. Kaum ein Elternpaar will noch auf dieses nützliche Helferlein verzichten. Aber was ist mit der viel diskutierten Strahlung? Unser Ratgeber fasst zusammen, was es damit auf sich hat und gibt Tipps.


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Das Babyphone gibt Eltern Sicherheit


Das Baby am liebsten ständig im Blick haben um sich zu vergewissern, dass es ihm gut geht – das ist der Wunsch aller Eltern. Aber natürlich geht das nicht. In den Phasen, in denen der Säugling schläft, müssen sich auch die Eltern zum Beispiel mal eine Mütze voll Schlaf holen oder aber es rufen Haushalt und andere Aufgaben. Ein Babyphone sorgt dann dafür, dass die Eltern sofort informiert werden, wenn dem Baby etwas fehlt. Der Sender im Kinderzimmer funkt bei den kleinsten Geräuschen oder – je nach Modell – Bewegungen ein Signal an den Empfänger, den die Eltern immer bei sich haben. Sie wissen dann sofort, wenn ihr Baby die elterliche Aufmerksamkeit braucht.

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Allerdings steht das Babyphone auch immer wieder in der Kritik: Die Experten von Öko-Test bemängeln die Strahlungsbelastung durch die Geräte.
Strahlungsbelastung durch Babyphones
„Erbärmlich: Die Hälfte der Testgeräte gehört nach unserer Einschätzung nicht in Babys Nähe. Dass zwölf Geräte immer noch mit gepulster elektromagnetischer Strahlung senden und sechs davon auch noch dauernd, kann man nur noch als Ignoranz der Hersteller gegenüber den Empfehlungen unzähliger Experten und den Interessen der Eltern nach dem größtmöglichen Schutz für ihre Kinder bezeichnen. Da hilft es wenig, dass fast alle Modelle in den Tests Akustik, Technik und Ausstattung überzeugen.“

So lautet das vernichtende Urteil im letzten Babyphone-Test von Öko-Test 2014, bei dem die Experten 16 Babyphones getestet haben. Die Kritik richtet sich gegen die Intensivität der hochfrequentierten Mikrowellen („gepulste Strahlung“), die die Babyphones erzeugen. Diese Strahlung steht im Verdacht, krebserregend zu sein, da sie Hirnströme verändern kann.

Elektromagnetische Strahlung entsteht immer beim Betrieb elektronischer Geräte, wie zum Beispiel auch bei Mobiltelefonen oder Smartphones. Zum Schutz der Babys gilt, dass Babyphones nur ein Viertel der Strahlung eines Mobiltelefons erreichen dürfen. Im Test zeigten einige der Geräte aber Strahlungsintensitäten, die dem Umfeld eines Mobilfunkmastens gleich kamen! Dabei sind analoge Babyphones in der Regel strahlungsärmer als digitale Geräte. Aber was bedeutet analog und digital und worauf sollte man bei der Anschaffung eines Babyphones also achten?

Baby mit Babyphone


© Thinkstock
Funktechnik beim Babyphone: analog vs. digital

Der Trend geht aktuell ganz klar in Richtung digitale Funktechnik, obwohl diese meist strahlungsintensiver ist als die analoge Technik. Der Grund hierfür liegt in den erweiterten Funktionen, die digitale Babyphones bieten. Bei digitalen ist im Gegensatz zu analogen Geräten die Übertragung verschlüsselt, das heißt sie ist abhörsicher und weitgehend störungsfrei. Bei bis zu über 100 Kanälen sorgt die digitale Technik dafür, dass automatisch immer über den besten gesendet wird. Daher ist die Tonqualität meist besser als bei analogen Geräten, die maximal acht manuell auswählbare Kanäle bieten.

Digitale Technik bietet also einige Vorteile und ist nicht per se zu verteufeln – mittlerweile gibt es auch schon das eine oder andere digitale Babyphone, das mit ungepulsten Funkwellen sendet, wie zum Beispiel der Öko-Test Testsieger: das Angelcare Babyphon AC423-D.

Sollten Sie sich aufgrund der besseren Übertragungsqualität für ein digitales Babyphone entscheiden, dann achten Sie darauf, dass es einen ECO-Modus besitzt. Dieser erhöht den Schwellenwert, ab dem Geräusche übertragen, verringert die maximale Reichweite und senkt dadurch Strahlung und Stromverbrauch.
Tipps, um die Strahlungsbelastung gering zu halten
Ein Babyphone komplett ohne elektronische Strahlung gibt es nicht. Analoge Geräte sind zwar meist strahlungsärmer, aber auch sie produzieren Elektrosmog, den es zum Wohle Ihres Kindes gering zu halten gilt. Diese Tipps helfen Ihnen dabei:

Abstand halten: Stellen Sie das Babyphone immer in einem Mindestabstand von einem Meter zum Babybett auf.

Reichweite nur so hoch wie nötig: Nutzen Sie den ECO-Modus oder die Reichweiteneinstellung des Babyphones. Durch die Minimierung der Reichweite senken Sie die Strahlung.

Auf Akkus und Batterien setzen: Babyphones, deren Sende-Einheit mit Akkus und Batterien betrieben werden können, geben weniger Strahlung ab als Geräte, die an den Strom angeschlossen werden müssen, da sie keine elektrische Wechselfelder produzieren.

Ausschalten, wenn nicht benötigt: Ist das Babyphone gerade nicht in Gebrauch, dann schalten Sie es immer vollständig ab.




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