Babys lieben Farben

Auch wenn sie noch nicht so gut sehen können, Farben lieben Babys trotzdem schon. Und eine davon ganz besonders. Der Grund klingt absolut logisch.


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Babys lieben Farben


© iStock
Der Sehsinn beim Baby ist bei der Geburt von allen Sinnen am wenigsten ausgereift. In Mamas Bauch hatte das Ungeborene schließlich noch wenig Gelegenheit, seine Augen zu trainieren. Das wird es jetzt schnell nachholen. Doch obwohl Säuglinge noch so schlecht sehen können, grau ist ihre Welt trotzdem nicht. Babys sind durchaus in der Lage, Farben zu erkennen. Allerdings natürlich noch nicht in so feinen Abstufungen wie wir.

In den ersten Lebensmonaten finden Babys Schwarz und Weiß besonders interessant. Diese (Nicht-)Farben sind sehr kontrastreich und das macht sie für das Baby so spannend. Nach und nach wird der Säugling auch an anderen strahlenden Primärfarben - also Rot, Gelb und Blau - Gefallen finden. Je kräftiger die Farben, desto besser. Fördern Sie die Seh-Entwicklung Ihres Babys in den ersten Lebensmonaten indem Sie ihm buntes und kontrastreiches Spielzeug anbieten. Es gibt auch spezielle Bilderbücher, die mit Schwarz-Weiß-Kontrasten und Primärfarben arbeiten. In unserer Galerie Bilderbücher für Babys haben wir zum Beispiel das Buch "Hallo Welt: Tiere" von Duden genauer vorgestellt. 

Die Lieblingsfarbe der Babys


Besonders gut gefällt Babys übrigens die Farbe Rot. Das haben verschiedene wissenschaftliche Studien bestätigt. Die Forscher vermuten, dass Babys die Farbe schon aus dem Mutterleib kennen und deshalb darauf reagieren. Vor der Geburt ist es dort nämlich nicht absolut dunkel. Das Baby nimmt auch in der Gebärmutter Licht wahr. Sie können sich das vorstellen, wie Tageslicht, das von einem dicken, roten Vorhang abgeschwächt wird.

Doch Babys haben noch andere Farb-Favoriten. Die britische Psychologin Anna Franklin von der Universität von Surrey untersuchte die Vorlieben mehrerer Hundert Babys anhand der Aufmerksamkeit, die sie den einzelnen Farben schenkten, und stellte fest: Die Kleinen mögen vor allem Lila, Rot, Orange und Blau. Braun und Grau landeten beim Nachwuchs auf den Verlierer-Plätzen. Franklin fand noch etwas heraus: „Während einige Babys einen eindeutigen Favoriten haben, mögen andere Babys mehrere Farben.“ Sie rät jedoch davon ab, die gesamte Kleidung und alles Spielzeug nur noch in den heiß geliebten Farben zu kaufen: „Für die Entwicklung der Kinder ist es sicherlich das Beste, wenn sie von allen Farben umgeben sind.“ Denn nur so lernen sie das gesamte Spektrum kennen.

Ab etwa dem Ende des vierten Lebensmonats ist der Sehsinn des Babys schon soweit ausgebildet, dass es auch Pastelltöne und feinere Farbnuancen unterscheiden kann. Unabhängig davon wird es allerdings noch bis zum 1. Geburtstag dauern, bis die Kleinen die Welt so sehen können wie wir.

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