Brief eines Neugeborenen

Dieser Brief eines (fiktiven) Neugeborenen rührt das Internet gerade zu Tränen. Lesen Sie hier, was Ihr Baby Ihnen sagen würde, wenn es nach der Geburt seine Wünsche äußern könnte.


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Baby liegt im Bettchen


© istock
Wenn ein kleiner Mensch das Licht der Welt erblickt, hat er nur wenige Mittel um sich auszudrücken. Das Baby schreit, gluckst, schläft. Dabei hat es doch eigentlich so viel zu sagen. Im Internet verbreitet sich gerade in Windeseile ein rührender Brief eines Neugeborenen. Darin möchte das Baby seinen Eltern mitteilen, was es erwartet und was Mama und Papa tun können, um den Start ins Leben zu erleichtern. Lesen Sie hier nach, was ein Neugeborenes seinen Eltern sagen würde, wenn es schon sprechen könnte.

Liebe Mami, lieber Papi,
 
bitte bewahrt diesen Brief von mir an einem Ort auf, an dem ihr ihn lesen könnt, wenn es gerade einmal nicht so gut läuft und ihr euch so fühlt, als wärt ihr total am Ende.


- Bitte erwartet nicht zu viel von mir als neugeborenes Baby und auch nicht zu viel von euch selbst als Eltern. Gebt uns allen sechs Wochen als Geschenk zur Geburt. Sechs Wochen, in denen ich wachsen und mich entwickeln kann und stabiler und berechenbarer werde. Sechs Wochen, in denen ihr euch erholen und entspannen könnt und in denen Mamas Körper langsam zur Normalität zurückkehrt.

- Bitte füttert mich, wenn ich hungrig bin. Als ich in Mamas Bauch war kannte ich noch keinen Hunger und Zeit hatte keine Bedeutung für mich.


- Bitte haltet, kuschelt, küsst, berührt, streichelt und tätschelt mich. Im Bauch war ich die ganze Zeit geborgen und war noch nie zuvor allein.

- Bitte verzeiht mir, wenn ich so viel schreie. Ich bin kein Tyrann, der ausgesendet wurde, um euch das Leben zur Hölle zu machen. Schreien ist nur einfach die einzige Möglichkeit, euch zu zeigen, dass ich mit etwas unzufrieden bin. Schon bald werde ich weniger Zeit mit Schreien verbringen und mehr damit, euch kennenzulernen.

-  Bitte nehmt euch Zeit, um herauszufinden, wer ich bin, inwiefern ich mich von euch unterscheide und wie viel ich euch geben kann. Beobachtet mich und ich werde euch wissen lassen, welche Dinge mich beruhigen und erfreuen.

- Bitte denkt daran, dass ich widerstandsfähig bin und die vielen Fehler überstehen werde, die ihr ganz natürlicherweise im Umgang mit mir macht. So lange ihr sie mit Liebe macht, kann mir nichts passieren.

- Bitte seid nicht enttäuscht, wenn ich nicht das perfekte Baby bin, das ihr erwartet habt. Und bitte seid auch nicht enttäuscht, wenn ihr nicht die perfekten Eltern seid.

- Bitte passt auf euch selbst auf. Achtet darauf, dass ihr euch ausgewogen ernährt, genügend Schlaf bekommt und Sport macht. Nur so habt ihr die nötige Geduld und Energie, wenn ihr mit mir zusammen seid. Einem schreienden Baby tut es gut, wenn die Mutter entspannt ist.
 
- Bitte achtet darauf, dass die Beziehung zwischen euch beiden stimmt. Was nützt mir eine tolle Bindung an euch, wenn es keine Familie mehr gibt, an die ich mich binden kann?

-  Behaltet das 'große Bild' im Kopf. Ich werde nur kurz das kleine Baby bleiben, auch wenn es euch vielleicht so vorkommen wird, als würde diese Phase ewig dauern. Auch wenn ich euer Leben auf den Kopf gestellt habe - denkt daran, dass sich die Dinge schon bald wieder normalisieren werden.


Genießt die Zeit mit mir - ich werde nie wieder so klein wie jetzt sein."
 
Euer Baby


Übrigens: Der Verfasser dieses fiktiven Briefs ist leider unbekannt. Ursprünglich erschien der Brief in englischer Sprache. Die "zehn Gebote des Säuglings" geistern schon länger durchs Internet. Nun hat ein schottisches Krankenhaus den Brief wieder entdeckt und zu neuer Populärität verholfen. Allen frisch gebackenen Mamas und Papas wird dieser Brief sicher in schwierigen Stunden nach schlaflosen Nächten Mut machen. Deswegen: Bitte teilen. Sicher freut sich eine Neu-Mama aus Ihrem Bekanntenkreis über diese bewegende Worte, die ein Säugling noch nicht formulieren könnte.

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Autorenbild Hella Brunke

von Hella Brunke




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