Brust nach Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Freude vieler Frauen groß: Die Brust ist prall und schön wie nie. Was passiert aber nach der Babyzeit? Wird die Brust kleiner, vielleicht sogar hängen? Wie Sie Ihrer Brust möglichst viel Gutes tun können, erfahren Sie hier.


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Frauen mit kleinen Brüsten bekommen während der Schwangerschaft und Stillzeit, was sie vielleicht schon immer haben wollten: Größere Brüste und ein wunderschönes Dekolleté. Gegen Ende der Stillzeit stellt sich die Mehrzahl der Frauen dann aber die angstvolle Frage: Was passiert mit meiner Brust nach der Stillzeit? Wird mein Busen wieder kleiner? Werde ich vielleicht sogar einen Hängebusen haben? Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht – aber bei den meisten Frauen ändern sich Größe, Form und Festigkeit der Brust nach der Babyzeit. Und das ist völlig normal! 

Brust nach dem Stillen

Großes Glück während der Schwangerschaft. Danach: kleiner Frust? Muss nicht sein!


© iStock

Bekommt man durchs Stillen einen Hängebusen?


Das Gerücht, dass Frauen durchs Stillen einen Hängebusen bekommen, hält sich hartnäckig. Es ist aber eindeutig falsch! Die Brust verändert sich zwar tatsächlich in Form und Größe – dafür ist aber nicht das Stillen, sondern schon die Schwangerschaft verantwortlich. Auch wenn sich die Neu-Mama gegen das Stillen entscheidet, muss ihre Brust nach der Geburt die ganz normale Rückbildung durchlaufen, die Brüste werden wieder weicher, das „Pralle“ geht verloren. Wenn das Baby gestillt wird, hat die Stilldauer übrigens auch keine Auswirkung auf die Größe der Brust nach dem Abstillen.
Die Veränderung der Brust nach Schwangerschaft und Stillzeit gehorcht keinem Gesetz. Denn jede Brust ist anders. Folgende "Szenarien" sind möglich:

➤ Die Brüste sind nach der Schwangerschaft und Stillzeit von Form und Größe wieder ungefähr wie vor der Schwangerschaft.
➤ Sie werden kleiner.
➤ Sie bleiben groß.

Zu welchem Typ Sie gehören, hängt in erster Linie von genetischen Merkmalen und Ihrem individuellen Hormonhaushalt ab. Frauen mit einem schwachen Bindegewebe sind leider im Nachteil. Genauso Frauen, bei denen die Brust während der Schwangerschaft stark an Umfang zugelegt hat. Egal ob kleiner oder größer, die meisten Mamas trauern der Festigkeit ihrer Brust vor der Schwangerschaft nach. "Meine Brust fühlt sich jetzt weicher an, irgendwie wie leer getrunken", so lautet oft das Fazit. Mit einem „Hängebusen“ hat das aber allermeist wenig zu tun!

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Wie hat sich Ihr Busen nach Schwangerschaft und/oder Stillzeit verändert?



Warum „wächst“ der Busen in der Schwangerschaft?
Die Hormone Progesteron, Östrogen und Oxytocin bereiten die Brust aufs Stillen vor – das Drüsengewebe in der Brust verdichtet sich, die Brust wird größer und praller. Bestand die Brust vor der Schwangerschaft hauptsächlich aus Fettgewebe, bildet sich nun mehr und mehr Drüsengewebe. Schwangere müssen sich oft schon kurz nach dem positiven Schwangerschaftstest einen größeren BH zulegen. Das Brustwachstum während der Schwangerschaft liegt meist zwischen ein und drei Körbchengrößen. Mit dem Milcheinschuss werden die Brüste nochmals größer und praller. Etwa ein bis zwei Wochen nach der Geburt sind die Brüste dann wieder ungefähr so groß wie während der Schwangerschaft.
Das passiert mit den Brüsten nach der Stillzeit
Die nächste Veränderung steht mit dem Ende der Stillzeit an: Meist ist die Brust dann wieder so groß wie vor der Schwangerschaft, manchmal aber auch kleiner, manchmal bleibt sie auch groß. Und ja, manchmal hängt sie dann auch ein bisschen mehr als vorher. Wirklich ändern oder verhindern lässt sich das leider nicht, zumal zunehmendes Alter und die liebe Schwerkraft ihr Übriges dazu tun, damit der Busen im Lauf der Zeit an Festigkeit verliert. Aber mal ganz ehrlich: Ein süßer Wonneproppen macht die kleine Talfahrt doch fast schon wieder wett, oder? Sehen Sie die Schwangerschaft und Babyzeit als ganz besondere Lebensphase an – mit allem Für und Wider. Und ein bisschen Hoffnung ist erlaubt: Ungefähr ein halbes Jahr nach Ende der Stillzeit wird das Drüsengewebe wieder durch Fettgewebe ersetzt, der Brust gibt das oft einen kleinen Push! Gönnen Sie sich nach der Babyzeit einen neuen BH, der perfekt sitzt. Mit einem leichten Push-up-BH können Sie trotz leichter Hängetendenzen ein schönes Dekolleté zaubern.

Sollten Sie unter den Veränderungen Ihrer Brust auch noch lange nach dem Ende der Stillzeit leiden, ist eine Brust-OP natürlich eine Option, die Sie jedoch sehr gut überdenken sollten. Sie ist mit Risiken und nicht unerheblichen Kosten verbunden. Eine medizinische und am besten auch psychologische Beratung vorab ist wichtig. 
Tipps, damit der Busen schön und straff bleibt
Zaubermittel für einen straffen Busen gibt es nicht. Was aber in jedem Fall die Brust sanft unterstützt, ist das Dream-Team aus Pflege, Gymnastik und gesunder Ernährung. So beugen Sie dem Hängebusen vor:

So beugen Sie einem "Hängebusen" vor
  • 1 / 8

    Tragen Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit einen gut sitzenden, stützenden BH.

  • 2 / 8

    Stillen Sie nicht abrupt, sondern langsam ab.

  • 3 / 8

    Öle oder Cremes mit Vitamin E können das Gewebe stärken.

  • 4 / 8

    Achten Sie auf eine aufrechte Haltung. Bauch rein, Brust raus!

  • 5 / 8

    Wechselduschen oder Eiswürfel haben einen kleinen Push-up-Effekt.

  • 6 / 8

    Wenn Sie aufs Rauchen verzichten, freut sich (nicht nur!) Ihr Bindegewebe.

  • 7 / 8

    Verzichten Sie auf extreme Diäten und große Gewichtsschwankungen.

  • 8 / 8

    Sport und Gymnastik sind gut fürs Bindegewebe. Und für die Seele!





Gymnastik für einen schönen Busen
Die Brust selbst enthält zwar keinerlei Muskeln, wird aber der große Brustmuskel trainiert, kommt das der Brust zu Gute.

Gymnastik für einen schönen Busen

Gymnastik "liftet" die Brust auf sanfte Weise


© iStock
Drei effektive Tipps für einen schönen Busen:
1. Handflächen vor der Brust gegeneinander legen und kräftig drücken. Für zehn Sekunden halten - und zehn Mal wiederholen.
2. Liegestützen (auch in der soften Variante) stärken den Pectoralis major (Brustmuskel) effektiv.
3. Sportarten, die Ihre Brust liebt: Schwimmen und Rudern. Hier wird der Brustmuskel optimal trainiert.



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