Dieser Trick kann das Stillen erleichtern

Manchmal kann es schwierig sein, den Nachwuchs an die Brust zu gewöhnen. Laut einer Studie kann ein ganz einfacher Trick beim Stillen helfen.


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Stillen: so geht's einfacher

Stillen ist eine ganz besondere Erfahrung für Mutter und Kind - auch wenn es manchmal mehrere Anläufe dazu braucht


© iStock
Faszinierend: Kaum sind sie auf die Welt gekommen, finden sie schon den Weg zur Brust. Dieser Instinkt ist Babys einfach angeboren. Legt man sie auf die Brust, verfügen Neugeborene über reflexartige Reaktionen, mit deren Hilfe sie die Brustwarze finden und daran saugen können. Diesem Instinkt sind italienische Forscher nachgegangen und haben auch erforscht, was Mama tun kann, wenn es mal mit dem Stillen nicht so gut klappt.

Temperatur erweckt den Suchinstinkt


Das Team um den Geburtsmediziner Vincenzo Zanardo von der Poliklinik im norditalienischen Abano Terme hat 41 Neugeborene sowie deren Mütter begutachtet. Ihr Ergebnis: Die Temperatur der Brustwarze spielt beim Stillen eine gar nicht mal so kleine Rolle.

Die Mediziner maßen  die Temperatur der Brustwarzen und des Brustwarzenhofes der Mutter vor und nach der Geburt sowie die Temperatur von Lippen und Stirn der Babys. Das Ergebnis: Der Bereich um die Brustwarzen der Mutter war nach der Geburt deutlich wärmer als die Lippen des Babys. Dieser Temperaturunterschied von rund zwei Grad soll den Säugling in die richtige Richtung lenken und ihm helfen, die kalten Lippen zur warmen Brust der Mutter zu führen.

Aus anderen Studien ist bereits bekannt, dass Babys vom Geruch der Burstwarzen stillender Mütter angezogen werden. Die höhere Temperatur der Brust könnte deshalb auch dazu beitragen, dass die Duftstoffe noch besser verbreitet werden.

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Mutter-Kleinkind-Wärmeidentifikation

Die Wissenschaftler glauben, dass diese sogenannte „Mutter-Kleinkind-Wärmeidentifikation“ ein Weg der Kommunikation zwischen Mutter und Kind ist. Sie soll den „Breast Crawl“ des Säuglings aktivieren, ihn also dazu veranlassen, sich zur Brust der Mutter zu bewegen. Die Forscher schreiben: „Diese Ergebnisse zeigen zum ersten Mal, dass ein Temperaturunterschied die Mutter-Kleinkind-Wärmeidentifikation und -kommunikation in dem Prozess, der als Breast Crawl bekannt ist, unterstützen kann".
Hilfe beim Stillen
Diese Erkenntnisse könnten Müttern helfen, die Probleme mit dem Stillen haben. Vielleicht hilft eine leicht angewärmte Brustwarze dabei, dass das Kind die Brust besser annimmt. Einen Versuch ist diese harmlose Möglichkeit auf jeden Fall wert. Und ein Waschlappen mit warmen Wasser macht die Burstwarzen ganz schnell ein etwas wärmer. Denn ganz ehrlich: Können wir es den Kleinen verübeln, wenn sie es beim Trinken lieber warm mögen?

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Damit sich Mama und Baby gemeinsam freuen können: Mit diesen Tipps klappt gesundes Stillen reibungslos, von Anfang an.



von Nicole Metz




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