BABY ENTWICKLUNG
Die orale Phase
Wie Sie die orale Phase beim Baby unterstützen
- Babys Umgebung muss sauber und hygienisch sein - aber nicht steril
Die meisten Keime, mit denen Ihr Kind in Berührung kommt, stärken seine Abwehrkräfte. Deshalb ist sterile Sauberkeit nicht notwendig, Hygiene für eine gesunde Kindesentwicklung jedoch unerlässlich. Viel beknabberte Kuscheltiere sollten jeden Monat ein Vollbad in der Waschmaschine nehmen. Auch Kinderspielzeug aus Kunststoff verträgt von Zeit zu Zeit eine Wäsche. Und Schnuller bzw. Beruhigungssauger sollten regelmäßig im Wasserbad ausgekocht werden. Lutschen Sie die Sauger nicht selbst sauber, weil sonst die Gefahr besteht, dass sich Karies-Bakterien auf Ihren Nachwuchs übertragen. - Achtung, wenn das Kind mobil ist: Jede Kleinigkeit wird probiert
1. Regel in einem Haushalt mit Kind, sobald es krabbelt: Kleinteile jeder Art - Münzen, Filzstiftkappen, Büroklammern etc. - müssen außerhalb seiner Reichweite sein. Das gilt auch für Essbares, vor allem für Süßigkeiten wie Weingummi und Bonbons, aber auch für Nüsse und Weintrauben. Denn selbst Letztere sind noch zu hart, als dass ein Baby ohne Zähne sie zerkleinern könnte, und zu groß, um in Gänze gefahrlos heruntergeschluckt werden zu können. - Babysicherer Haushalt: Was könnte für mein Baby gefährlich sein?
Auch wenn die folgenden Hinweise vielleicht etwas dramatisch klingen, sind sie im Sinne der Sicherheit notwendig: Lassen Sie nie Arzneimittel herumliegen, denn unachtsam aufbewahrte Medikamente sind die Ursache für etwa 40 % aller Vergiftungen bei Kindern. Vor allem bunte Pillen haben verlockende Ähnlichkeit mit Bonbons. Der Verzehr von Putz- und Reinigungsmitteln, Zigaretten, Alkohol, giftigen Pflanzen und Pilzen kann ebenfalls schwere Folgen haben. Auch ein Schluck Lampen- oder Aromaöl ist lebensbedrohlich: Wenn Kinder am Docht saugen oder direkt aus der Flasche trinken, kann das Öl in die Lunge geraten und dort schwere Schäden anrichten.
Selbst scheinbar Harmloses wie das frisch aus der Reinigung geholte Kleid, das noch in Folie verpackt am Kleiderschrank hängt, ist eine Gefahr fürs Baby. Zieht es daran, kann die Folie reißen - hier besteht für das Baby, wenn es mit dem Kopf darunter gerät, Erstickungsgefahr.
Gehören Tiere zur Familie, gelten besondere Hygieneregeln im Haushalt. Eine Katzentoilette muss fürs Baby unerreichbar sein, denn bei Kontakt mit Katzenkot könnte sich das Baby mit Wurmkrankheiten infizieren. Außerdem sollten Hunde und Katzen regelmäßig geimpft, entwurmt und mit einem Flohhalsband ausgestattet werden. Damit wären nicht nur die Vierbeiner, sondern auch Krabbelkinder vor Parasiten geschützt. - Beim Essen fürs Leben lernen: Jetzt macht das Knabbern doppelt Spaß
Die Lust, erst einmal in jedes neu entdeckte Objekt hineinzubeißen, lässt noch lange nicht nach, wenn Ihr Kind durch die Wohnung krabbelt - und natürlich erst recht nicht, wenn es mit am Esstisch sitzt. Dazu gehört, dass Brei, Brot oder Blaubeeren nicht ohne Kleckern ins Mündchen wandern - mit der Hand-Mund-Kombination sind die Dinge eben viel besser zu untersuchen. Lassen Sie Ihrem Kind diesen Drang! Reiskörner, Nudeln und Krümel vom Tisch aufzupicken trainiert zudem den Pinzettengriff. Gurken- und weichere Kohlrabischeiben beispielsweise fördern den Kau- und Knabberdrang - was den Durchbruch der Zähne unterstützt - und trainieren zusätzlich die Muskulatur der Zunge. Besonders wichtig, wenn's dann bald ans Sprechen geht.