Gefühle benennen zu können, dauert Jahre
Bis Kinder ihre Gefühle wirklich zuverlässig benennen können, dauert es noch Jahre. Sie sind also darauf angewiesen, dass wir ihnen dabei helfen und ihre Emotionen richtig interpretieren. Dazu gehören Einfühlungsvermögen und ein angelesenes (oder intuitives) Wissen darum, was Kinder in welchem Alter bewegt.
Wer von seinem einjährigen Baby annimmt, es würde schreien, um seine Eltern zu ärgern, liegt falsch, denn zu solchen Strategien sind Babys in diesem Alter noch gar nicht fähig. Und Eltern, die ihre Kinder für Trotzanfälle maßregeln, verkennen die wahre Ursache für diesen Gefühlsausbrüche. Väter und Mütter hingegen, die ein gutes Gespür für ihr Kind haben, bemerken zum Beispiel, dass sich ihr Kleines beim Spielen im Sandkasten völlig verausgabt hat und deshalb so kreischt. Sie verzichten auf Zurechtweisung und sorgen dafür, dass ihr Kind bekommt, was es jetzt braucht: ein kleines Abendbrot und viel Schlaf.
Um unsere Kinder emotional stark zu machen und die emotionale Intelligenz zu fördern, brauchen wir keine teuren Kurse. Aber wir müssen etwas anderes mit ganzem Herzen einbringen: uns selbst. Mit Verstand und Gefühl!

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