Abwechslung - aber nicht zu viel
Wenn wirklich alles, was Babys erleben, sich auf die Struktur ihrer Gehirne auswirkt, haben Eltern eine Riesenverantwortung. Zum Glück sagt uns die Forschung, dass wir die Gehirnentwicklung optimal fördern, indem wir genau das machen, was wir meist sowieso tun, wenn wir mit unserem Baby zusammen sind: sprechen, spielen, Grimassen schneiden, aufmerksam und zärtlich sein.
Und während sich die Wissenschaftler einig sind, dass Babys von einer abwechslungsreichen, spannenden Umgebung profitieren, sind sie sich ebenfalls sicher, dass man es auch übertreiben kann.
„Es bringt nichts, ein Babyzimmer mit Mobiles zuzuhängen oder um das Kind herum Tast-Spielzeuge zu verteilen, da diese Sinneserfahrungen keinen Bezug zu irgendeiner Handlung haben“, sagt Hirnforscherin Ruxandra Sireteanu von der Uni Frankfurt. Viel sinnvoller kann es sein, seinem Baby mal einen glatten Apfel in die Hand zu geben, eine piksige Ananas oder eine knisternde Tüte Rosinen.
„Das Gehirn strukturiert sich nach erfolgreichem Handeln“, sagt Neurobiologe Dawirs. Und wenn eine leckere Rosine aus einer Tüte zu fischen für ein Zehnmonatskind kein erfolgreiches Handeln ist, was dann?

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