Im familie.de Test: die Kiddy Evoluna i-Size Babyschale

Kiki, ihr Mann und ihr kleiner Schatz haben für uns die Kiddy Evoluna i-Size Babyschale getestet, die beim ADAC Crashtest mit "sehr gut" abgeschnitten hat.


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Das kennen alle werdenden Eltern: die Sorge um den Nachwuchs ist allgegenwärtig und das Beste gerade gut genug! So kam es, dass wir tagelang über der Suche nach dem perfekten Autositz gebrütet haben, denn wo, wenn nicht im Auto, ist die maximale Sicherheit gefragt? Das findet vor allem mein Mann, der sich während meiner Schwangerschaft zu Mr. Safety entwickelt hat.


kiddy evoluna-i-size


© kiddy
Der Kiddy evoluna i-size hat bei den ADAC Crashtests als einziger von 26 getesteten Sitzen ein "sehr gut" erhalten und bietet als Weltneuheit eine Liegefunktion an, die für die kleinen und weichen Wirbelsäulen, vor allem bei längeren Strecken, sehr gut ist. Für maximalen Seitenaufprallschutz ist eine besonders energieabsorbierende Schicht integriert, die Kollisionskräfte aufnimmt, ehe diese die empfindlichen Körperstellen des Babys erreichen. Klingt gut, finden wir! Als der Sitz geliefert wird, macht mein Mann sich gleich an den Einbau - und kommt erstmal lange Zeit nicht zurück.

Der Sitz wackelt – soll das so sein?


Die Isofix-Konsole wackelt nach dem vorschriftsmäßigen Einbau (der Sitz verfügt über farbige Indikatoren, die in grüner Farbe den korrekten Verbau anzeigt) so stark, dass man befürchtet, das Kind könnte Autofahren mit Achterbahnfahren verwechseln. Da müssen wir doch was falsch gemacht haben beim Einbau? Doch auch verschiedene YouTube Videos zeigen das Gewackel. Wir fixieren das ganze lieber zusätzlich mit einer Wäscheklammer und fragen bei dem Kundenservice nach. Eine Antwort haben wir leider nie erhalten. 

Darüber hinaus haben wir jetzt ein echtes Platzproblem: um den Sitz in die Liegeposition zu bringen, muss man den Tragebügel quasi in die Horizontale vor den Sitz ziehen und das beansprucht viel Raum. In unserem eigentlich großen Auto (3er BMW Touring) passt der Sitz nur hinter den Beifahrersitz und das auch nur, wenn dieser relativ weit vorgeschoben ist. Im Netz gibt es Videos von Kleinwagen-Besitzern, die den vorderen Sitz nach dem evoluna i-size Einbau auf der Rückbank nicht mehr benutzen können. Daher vorher in der Liste von Kiddy checken (laut der Liste passt es bei uns ohne Einschränkung) und unbedingt am Auto ausprobieren. Das rät auch der Hersteller.
Die erste Fahrt im Kiddy Evoluna i-Size
Dann kommt der große Tag und unser kleiner Schatz fährt mit uns vom Krankenhaus nach Hause. Er scheint sich in dem Sitz pudelwohl zu fühlen, der Newborn-Einsatz schmiegt sich an und stützt sein Köpfchen, der Gurt lässt sich einfach und schnell anpassen und schließen. Zum Schutz vor zu vielen neuen Eindrücken schließen wir das integrierte Sonnenverdeck. Das Sonnenverdeck ist sehr groß und beruhigt unseren Sohn sofort.

kiddy evoluna-i-size im Test

Praktisch: Das große Sonnenverdeck


© privat
Zuhause angekommen lässt sich der Sitz leicht aus der Verankerung heben. Für mich ist der Sitz (4,9 kg) mit wertvollem Inhalt (3,5 kg) und einer frischen Kaiserschnitt-Narbe viel zu schwer zum Tragen und auch mein Mann tut sich mit dem unhandlichen und sperrigen Sitz nicht leicht.
Einmal montiert kann man nichts mehr falsch machen
Für die nächste große Reise setzen wir unseren kleinen Schatz schon in der Wohnung in den Sitz - der schaukelt nämlich schön und hilft dem Baby so beim Einschlafen. Wenn man den Sitz dann zum Auto gehievt hat, geht alles ganz einfach: Gefühlt könnte man die Schale auf die Konsole werfen und sie würde an der richtigen Stelle einrasten. Man hört ein wohliges klicken und die Kontroll-Punkte werden grün. Kiddy nennt das die "ein Klick-Befestigung" und die ist wirklich prima. Nun kann es losgehen! Aber vorher bringen wir den Sitz noch in die von Ärzten und Hebammen empfohlenen Liegeposition, schließlich soll der Bubi schlafen und die Wirbelsäule geschont werden.
Soweit so gut, aber…

kiddy evoluna-i-size von der Seite


© kiddy
Was während der Fahrt angenehm ist, stellt sich am Ziel angekommen, als etwas lästig heraus. Um den Sitz aus dem Auto zu heben, muss man ihn von der Liegeposition in die Sitzposition bringen, also den Tragebügel nach oben ziehen. Rastet die Lehne ein, knackt es so laut, dass auch das Baby mit dem tiefsten Schlaf aufwacht und erschreckt. Fest steht, ein schlafendes Baby will man nicht wecken, aber von dem Versuch das Baby samt Sitz in der Liegeposition aus dem Auto zu heben, raten wir dringend ab - dafür ist der Sitz einfach viel zu groß und zu schwer!
Praktisch: Die Babyschale als Kinderwagenaufsatz nutzen
Mit den passenden Adaptern können wir die Schale auf unseren Kinderwagen anbringen, was sehr praktisch ist. Unser Sohn sitzt gerne in seinem Kiddy evoluna i-Size Sitz und wird geschoben, weil er hier einfach mehr sieht, als in seinem Kinderwagen. Zur Demontage vom Kinderwagengestell muss man zwei Knöpfe an der Außenseite des Sitzes gleichzeitig drücken und zusätzlich den Sitz nach oben wegheben - für einen Menschen alleine leider fast unmöglich.

Total begeistert sind wir von der Belüftung des Kiddy Evoluna i-Size. Bei Freunden ist unser Sohn mal im Maxi-Cosi mitgefahren und war nach circa einer Stunde Fahrt klatschnass geschwitzt - das passiert in dem Kiddy Sitz wegen dem Lattenrost nicht.

Wir haben das Gefühl, unser Sohn sitzt gerne in der Kiddy Babyschale. Außerdem werden wir relativ häufig auf unseren "spacigen" oder "coolen" Sitz angesprochen- ein Blickfang ist er allemal. 

Produkt Kiddy Evoluna i-Size
Komfort
Sicherheit
Handling
Design
Preis
Gesamtwertung 4
Fazit

Alles in Allem finden wir den Sitz wirklich gut. Zwar ist er ziemlich sperrig und schwer und damit nicht so leicht zu handhaben, aber wenn all das nötig ist, damit unser Baby bequem und sicher mit uns auf Reisen gehen kann, dann nehmen wir das gern in Kauf. Enttäuscht sind wir allerdings vom Kundenservice, der bis heute nicht auf unsere Nachfrage reagiert hat.

(Kiddy Evoluna i-Size, Preis: 479 Euro, mehr Infos unter www.kiddy.de)






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