Mode für Babys, die mitwächst

Die Kleinen werden ganz schnell groß: eine Tatsache, die leider auch ganz schön ins Geld gehen kann. Ständig brauchen Kleinkinder neue Kleidung, weil die alte nicht mehr passt. Den Ausweg soll nun „Petit Pli“ schaffen: Kleidung, die mit den Kleinen mitwächst.


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Eltern kennen das Problem nur zu gut: Kaum hat man Strampler, Höschen und Hemden für den Nachwuchs angeschafft, macht einem ein Wachstumsschübub einen Strich durch die Rechnung und neue Kleidung muss her. Das ist nicht nur teuer, sondern auch nicht unbedingt Ressourcen-freundlich. Klar lassen sich Schnäppchen im Sale machen und auch das Vererben von Kleidung von Geschwisterchen zu Geschwisterchen oder im Freundeskreis ist eine gute Möglichkeit, Kleidung wiederzuverwerten. Dennoch: Am besten wäre es doch, wenn die Kleidung mit dem Nachwuchs mitwachsen würde. Das hat sich auch der Designer und Ingenieur Ryan Mario Yasin gedacht und „Peti Plit“ entwickelt.



Speziell gefalteter Stoff 


„Petit Plis“ heißt übersetzt „kleine Falte“ und genau darauf basiert auch die Idee hinter den mitwachsenden Klamotten. Yasin, der am Royal College of Arts in London studiert hat, entwickelt normalerweise Falttechniken für Weltraumstationen und Satelliten. Dabei kam ihm dann die Idee für Kinderkleidung: Sein Hintergrund als Luftfahrtingenieur half ihm, einen Stoff zu entwickeln, der aus eine Reihe permanenter Falten besteht. Diese Falten „entpacken“ sich, wenn am Stoff gezogen wird. So wächst der Stoff mit, je größer das Kind wird. Ein Outfit aus diesem Stoff könnte so Kindern zwischen sechs und 36 Monaten passen. Innerhalb dieses Zeitraums brauchen Kinder oft Kleidung in einer Spanne von sechs Kleidergrößen. Und als ob das Mitwachsen nicht schon praktisch genug wäre,  ist der Stoff auch noch ultraleicht, wasserdicht und atmungsaktiv.

Expansion Technology. Clothes that grow with your child.

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Die Idee, Babymode zu kreieren, die mit den Kleinen mitwächst, ist nichts Neues. Diese Kleidung – wie zum Beispiel die ökologische Kindermodelinie „petit cochon“ – basiert aber meist auf der Einbindung von extra Stoff, den man dann manuell auskrempeln und so verlängern kann. Durchaus auch eine prima Idee, der Clou bei „Petit Pli“ ist allerdings, dass der Stoff automatisch mitwächst. Yasin dazu: „Synchron mit der Bewegung des Kindes erweitert sich der Stoff oder zieht sich zusammen.“ Die Kleidung dehnt sich also entsprechend der Bedürfnisse des Nachwuchses aus oder zieht sich zusammen.

Zugegeben, so wirklich hübsch sieht die mitwachsende Kleidung nicht aus. Aber Yasin liegt gar nicht so falsch, wenn er dem Magazin Dezeem erklärt: „Kinder entwachsen ihrer Kleidung innerhalb von ein paar Monaten, aber wir kleiden sie immer noch in Miniatur-Ausgaben von Erwachsenenkleidung, dabei sollten wir von Grund auf neue Mode für sie entwerfen.“ Mode, die sich an die Bedürfnisse der Kleinen anpasst, wie es „Petit Pli“ versucht. Momentan gibt es die mitwachsende Kleidung allerdings noch nicht zu kaufen, Yasin ist aber dabei, Investoren zu finden und die Klamottenlinie auf den Markt zu bringen.

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von Nicole Metz




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