Soor ist eine Infektion der Haut und der Schleimhäute durch Hefepilze, mit denen sich Babys schon im Geburtskanal anstecken können. Rechtzeitig behandelt ist das in der Regel harmlos. Mundsoor mit weißlichem, festsitzendem Belag auf Mundschleimhaut und Zunge betrifft vor allem Babys in den ersten beiden Lebensmonaten. Er kann beim Trinken Probleme bereiten. Windelsoor zeigt sich vor allem in den ersten sechs Lebensmonaten mit geröteteter Haut, rötlichen Pusteln, Knötchen, Schuppungen und offenen Hautstellen.
Was Sie gegen Soor tun können: Bei Mundsoor die Schleimhaut mit Myrrhe-Tinktur (Apotheke) einpinseln. Medikamentös wird Soor mit einem das Pilzwachstum hemmenden Antimykotikum behandelt. Babys können ihre Mütter beim Stillen anstecken. Deshalb sollten Sie Ihre Brustwarzen vor und nach den Mahlzeiten mit dem Antimykotikum abreiben. Flaschensauger nach jeder Mahlzeit gründlich auskochen und nach Ende der Behandlung austauschen. Bei Windelsoor lassen Sie Ihr Baby möglichst ohne Windel strampeln, das beruhigt die Haut.
Zum Arzt: Mit Mundsoor sofort. Bei Soor im Windelbereich, wenn er sich immer weiter ausbreitet und nach zwei Tagen nicht besser wird.
Die auch als Stickhusten bekannte bakterielle Infektion zählt zu den klassischen Kinderkrankheiten, von denen auch Neugeborene und Säuglinge betroffen sind, weil der Nestschutz hier nicht wirksam ist. Anzeichen für Keuchhusten sind Niesen und ein stoßend-stakkatoartiger, keuchender Husten. Diese Symptome fehlen bei Babys unter sechs Monaten - für sie besonders bedrohlich und gefährlich sind die Atempausen.
Gegen Keuchhusten vorbeugen: Eine Impfung ist der einzig wirksame Schutz vor dem Keuchhusten. Sie kann den Ausbruch der Krankheit nicht völlig verhindern, aber sie schützt vor einem schweren Verlauf. Die Grund-Immunisierung erfolgt mit anderen Standardimpfungen ab dem 3. Lebensmonat.
Was Sie bei Keuchhusten tun können: Bewahren Sie während eines Hustenanfalls Ruhe - Panik macht die Atemnot nur schlimmer - und setzen Sie Ihr Kind aufrecht, leicht nach vorn gebeugt hin.
Zum Arzt: Wenn Ihr Kind nicht geimpft ist und Sie wissen, dass es Kontakt zu einem Infizierten hatte. Und sofort bei den ersten Krankheitsanzeichen.

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