
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zur Rotaviren-Impfung bei Babys. Immer mehr Krankenkassen tragen die Kosten.
Rotaviren verursachen vor allem bei Babys und Kleinkindern Brechdurchfall und sind hoch ansteckend. Gerade bei Säuglingen kann eine Rota-Erkrankung ernsthafte Folgen haben, da die Kinder innerhalb von kürzester Zeit viel Flüssigkeit verlieren.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Rotaviren-Impfung weltweit als Standard-Impfung für Säuglinge. Zwei Millionen Kinder müssen nach Angaben der WHO weltweit jedes Jahr wegen von Rotaviren verursachtem Durchfall stationär im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind es allein in Deutschland jährlich über 20.000 Babys. Die Kinder müssen vor allem deshalb stationär aufgenommen werden, da der Kreislauf der Babys durch den hohen Flüssigkeitsverlust geschwächt werden kann.
Eine Schluckimpfung kann einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Dabei wird den Babys der Impfstoff in zwei bis drei Dosen (je nach verwendetem Impfstoff) ab der vollendeten 6. bis zur 24. bzw. 26. Lebenswoche in den Mund geträufelt, wobei ein Mindestabstand von vier Wochen zwischen den Dosen einzuhalten ist.
Am anfälligsten für Erkrankungen durch Rotaviren sind Kinder zwischen dem dritten und 24. Lebensmonat. Daher ist es ratsam, die Babys so früh wie möglich, am besten schon beim Besuch des Kinderarztes zur Vorsorgeuntersuchung U 3, zu impfen. Sprechen Sie den Kinderarzt auf die Schluckimpfung an.
Das sehr widerstandsfähige Rotavirus überlebt außerhalb des Körpers und ist hochgradig ansteckend. Durch Kontakt mit Ausscheidungen, etwa beim Wickeln, und per Tröpfcheninfektion wird das Virus schnell verbreitet und übertragen. Auch eine bereits überstandene Infektion führt nicht zu einer vollständigen Immunität, da es verschiedene Rota-Virenstämme gibt.
Welche Impfungen in Deutschland von der Krankenkasse bezahlt werden, richtet sich nach der offiziellen Empfehlung der „Ständigen Impfkommission“. Viele Krankenkassen kommen bereits freiwillig für die Impfung gegen Rotaviren auf. Eine Liste der erstattenden Krankenkassen finden Sie unter www.gesundes-kind.de. Für Eltern, deren Kassen die Impfung noch nicht bezahlen, wurde der Preis um 25% gesenkt.
Die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin spricht sich klar für die Durchführung von Rotavirenimpfungen aus. www.dakj.de
Foto: BORCHERT & SCHRADER Public Relations GmbH

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