Tägliches Zähneputzen als Ritual gestalten
„Reinigen Sie den Zahn mit einer kleinen, weichen Bürste von allen Seiten. Am besten bauen Sie die Zahnpflege in das abendliche Zubettgeh-Ritual ein. Dann wird es für Ihr Kind schnell zur Selbstverständlichkeit“, rät die Informationsstelle für Kariesprophylaxe des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde.
Machen Sie Ihrem Kind die richtige Haltung vor: Öffnen Sie selbst Ihren Mund weit oder zeigen Sie ein Grinsen mit zusammengebissenen Zähnen - die meisten Kleinkinder imitieren das. Nun führen Sie den Bürstenkopf zum Mund.
Statt einer kleinen Bürste eignet sich ganz zu Anfang auch ein Wattestäbchen oder ein weiches Tuch zum Putzen. Welche Zahnpasten sich für Kinder besonders eignen, erfahren Sie im „Ökotest Jahrbuch Kleinkinder für 2007“, in dem 24 Produkte untersucht wurden.
Wichtig ist, dass Sie eine spezielle Kinderzahnpasta benutzen. Sie enthält weniger Fluorid, das zwar als Schutz vor Karies gilt, von Kindern aber nicht in gleicher Menge benötigt wird wie von Erwachsenen. Geben Sie zum Putzen eine erbsengroße Menge auf die Bürste. Sie enthält etwa 0,25mg Fluorid. Eine solche Dosis kann den kleinen Organismus auch dann nicht schädigen, wenn Ihr Kind die Paste hinunterschluckt.
Noch vor einigen Jahren empfahlen Kinderärzte ihren kleinen Patienten zusätzlich die Einnahme von Fluoridtabletten. Fluoride sind Salze, die die körpereigene Widerstandskraft gegen Säuren verbessern.
Durch die Salze wird die Produktion von Säuren, die den Zahnschmelz angreifen, deutlich reduziert. „Und sie fördern die Wiedereinlagerung wichtiger Mineralien in den Zahnschmelz und können damit beginnende Karies reparieren“, erläutert der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde.
Dennoch halten Zahnärzte zusätzliche Fluoridtabletten heute für überflüssig: „Kinder brauchen generell weniger Fluorid. Mit der Nahrung nehmen sie ja bereits Fluorid auf“, sagt der Opfinger Zahnarzt Dr. Wolfgang Grüny. Mineralwasser, Tee und Vollkornerzeugnisse sind dafür gute Lieferanten. „Empfehlen kann man aber fluoridhaltiges Speisesalz. Das gibt es in jedem Supermarkt. Trotzdem sollten Eltern Babynahrung nicht zu stark damit salzen. Zu viel Salz belastet die Nieren des Babys.“

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