Die beste Zeit zum Abpumpen der Muttermilch ist zwischen zwei Stillmahlzeiten. „Mütter müssen sich aber keine Sorgen machen, dass sie ihrem Kind dadurch etwas wegnehmen“, beruhigt Bettina Müschen. „Die Brust ist nie leer. Selbst wenn ein Baby pappsatt ist, hat es höchstens 80 Prozent der Milch getrunken.“
Eine gute Ausrüstung ist entscheidend. Am besten klappt es mit einer modernen elektrischen Kolbenmilchpumpe, bei der sich Saugintensität und -intervalle stufenlos einstellen lassen. Diese Geräte kann man in Apotheken, Sanitätshäusern oder bei Hebammen leihen. Kaufen muss man nur das dazugehörige Set mit Schläuchen und Auffangbehältern.
Hat der Arzt die Pumpe verschrieben, trägt die Krankenkasse die Leih-Kosten. Wer nur gelegentlich Muttermilch sammeln oder unterwegs abpumpen möchte, ist mit einer kleinen Hand-Milchpumpe (Kosten je nach Ausstattung ca. 40-150 Euro) gut beraten. Hier werden Rhythmus und Intensität manuell bestimmt. Die Hebamme hilft bei der Auswahl.
Wichtig bei allen Geräten ist, dass der Saugaufsatz Brustwarze und Warzenhof großzügig umfasst und die Intensität nicht zu stark ist. „Auf keinen Fall sollte man die billigen Handpumpen aus Glas nehmen, bei denen man einen roten Gummiball drückt“, warnt Müschen. „Da kann man den Druck nicht regulieren, und es tut weh! Außerdem können die Gummibälle Schadstoffe absondern.“

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