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BABY TRINKEN

Leitungs- oder Mineralwasser fürs Baby

Zum Durstlöschen gibt's auch bei der Baby-Ernährung nichts besseres als pures Wasser. Leitungs-Wasser ist dabei viel besser als sein Ruf

In diesem Artikel:

Ab wann dürfen Babys Wasser trinken?

Babys haben zwar bezogen auf ihr Körpergewicht einen dreimal höheren Wasserbedarf als Erwachsene, extra Getränke brauchen sie in den ersten Monaten aber nicht.

Ausnahme: bei Fieber oder an extrem heißen Tagen. Ansonsten sorgt die Milchmahlzeit für genügend Flüssigkeit.

Das ändert sich, wenn der erste Brei auf den Teller kommt. Denn darin sind auch Ballaststoffe enthalten - und  die verlangen nach einer Extra-Portion Flüssigkeit im Darm.

Ab wann sollte ein Baby zusätzlich Wasser trinken?

Zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat sollte das Kind pro Tag zusätzlich rund 250 Milliliter trinken, im 2. Lebenshalbjahr bis zu einem 0,5 Liter. Und da ist Wasser definitiv die beste Wahl.

Welches Wasser sollte man für das Baby nehmen?

Am billigsten ist ganz klar Leitungswasser, das völlig zu Unrecht noch immer einen schlechten Ruf hat. Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und kann daher in der Regel zur Zubereitung von Baby-Nahrung eingesetzt werden.

Folgende Dinge sollten Sie bei Leitungswasser beachten:

  • Egal ob für die Flaschennahrung, für den Brei oder als Getränk: Sie sollten kein „stehendes“ Wasser aus der Leitung nehmen, sondern es vorher rund 2 Minuten ablaufen lassen, damit es so frisch wie möglich ist. Tipp: Den Hahn einfach so lange aufdrehen, bis es gleichmäßig kühl aus der Leitung fließt. Die Wassertemperatur im Versorgungsnetz liegt nämlich immer deutlich fühlbar unter der Temperatur in der Hausinstallation. Wer das Abfließwasser nicht einfach durch den Ausguss jagen möchte: Es taugt zum Beispiel gut zum Blumengießen.
  • Weil sich im Trinkwasser Keime und Bakterien befinden können, sollte es für den Säugling im 1. Lebensjahr grundsätzlich 2 bis 3 Minuten sprudelnd abgekocht werden. Das klappt nur auf dem Herd - und nicht im Wasserkocher. Der schaltet sich nämlich vorher ab. Bei sehr hartem Wasser sind 5 Minuten kochen sogar noch besser. Dann setzt sich am Boden des Topfs der Kalk ab. Der könnte sonst beim Baby Blähungen auslösen.

Sie müssen das Wasser nicht für jede Mahlzeit frisch abkochen:  Mehrere Portionen auf Vorrat zubereiten, etwas abdampfen lassen, in eine Extra-Thermoskanne füllen und im Laufe des Tages verbrauchen. So einfach geht das.

Lesen Sie weiter: Wasser-Qualität: Was fürs Baby wichtig ist

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