Ein Baby zu stillen, klappt oft nicht von Anfang an. Wie Sie die zehn häufigsten Probleme beim Stillen umgehen können, lesen Sie hier.
Kaum liegt ein Neugeborenes zum ersten Mal an der Brust der Mutter, sucht es instinktiv die Brustwarze und beginnt kräftig daran zu saugen. Doch was, wenn es mit dem Stillen nicht gleich reibungslos klappt? Mit ein wenig Zeit, Gelassenheit und guter Beratung lassen sich die meisten Probleme ganz leicht lösen:
- Ihr Baby schläft beim Stillen immer ein
Legt Ihr Kind während der Mahlzeit immer wieder ein Nickerchen ein, bekommt es die Brustwarze wahrscheinlich nicht gut zu fassen. Aus Frust über die nur spärlich fließende Milch entschließt es sich zum Nichtstun. Was hilft? Überprüfen Sie, ob das Kleine korrekt angelegt ist: Es muss möglichst viel Brustgewebe erfassen und so liegen, dass es nicht den Kopf drehen muss. Eine Stillberaterin oder Hebamme kann Sie bei der Anlegetechnik beraten. Wichtig auch: keinen Schnuller geben. Sonst gewöhnt sich das Baby an das leichte Nuckeln und wird saugfaul.
- Problem: Zu wenig Muttermilch
Wenn ihr Baby viel schreit und quengelt, fürchten viele Mütter, dass es zu wenig Milch bekommt. In den allermeisten Fällen ist diese Sorge völlig unbegründet; nur sehr selten liegen organische Gründe vor, die eine ausreichende Milchproduktion verhindern. Um diese anzuregen, sollten Sie Ihr Baby möglichst oft anlegen - auch nachts. „So erhält die Brust das Signal, verstärkt Milch zu bilden“, sagt Hebamme Lisa Fehrenbach. „Wechseln Sie dabei die Stillpositionen, um alle Bereiche der Brust zu stimulieren.“ Wichtig auch: Viel Ruhe, viel trinken.
- Wunde Brustwarzen
Reizungen und feine Risse an den Brustwarzen sind ein Zeichen dafür, dass die Anlegetechnik nicht stimmt. Ein zuverlässiger Trick, damit Ihr Baby den Mund weit aufmacht: Berühren Sie seine Lippen kurz mit der Brustwarze, das löst den Suchreflex aus. Ist das Mündchen richtig geöffnet, anlegen! Liegen die Lippen des Babys glatt und nach außen gestülpt um den Warzenhof, ist alles perfekt. Tipps gegen die Schmerzen: Stillen Sie nur 5 bis 10 Minuten pro Seite, dafür häufiger anlegen. Die Brust nach dem Stillen an der Luft trocknen lassen. Dünn aufgetragene Lanolin-Creme (Apotheke) sorgt für Linderung. Übrigens: In den ersten Tagen schmerzen die Brustwarzen immer etwas, weil sich die empfindliche Haut erst an das Saugen gewöhnen muss.