Manchmal möchten oder müssen Frauen früher oder schneller abstillen. „Es gibt aber nur sehr wenige Situationen oder Krankheiten, die frühes Abstillen zwingend nötig machen“, gibt Petra Affeldt zu bedenken. „In den allermeisten Fällen kann die Muttermilchernährung zumindest teilweise beibehalten werden.“ Zum Beispiel bei den meisten Infektionen, beim Wiedereinstieg in den Beruf oder kleineren Operationen.
Wer sich trotzdem dafür entscheidet, früh abzustillen, sollte seinem Baby lang genug die Flasche geben, rät Affeldt: „Damit es sein Saugbedürfnis voll ausleben kann.“ Um die Augenstellung des Kindes optimal zu fördern, wird der Säugling dabei wie beim Stillen mal links und mal rechts gehalten.
Die Muttermilchbildung dämpfen Frauen, die schnell abstillen, am besten mit einigen Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee pro Tag. Wenn sich die Brüste prall anfühlen, streichen Sie etwas Milch vorsichtig mit der Hand aus oder pumpen Sie ein bisschen Milch ab.
Aber Vorsicht: nicht zu viel, denn das regt den Nachschub an. Kühlende Wickel aus Quark lindern Wärme- und Spannungsgefühle in der Brust. Auch homöopathische Mittel können das schnelle Abstillen unter stützen. Fragen Sie eine Stillexpertin, welche Wirkstoffe für Sie infrage kommen.

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