Eine zweite Breimahlzeit pro Tag wird übrigens frühestens nach vier Wochen eingeführt. Die dritte wieder einen Monat später, und so weiter. Bis alle Mahlzeiten ersetzt sind, vergehen auf diese Weise vier bis sechs Monate. Dieses behutsame Vorgehen erleichtert beiden die Umgewöhnung:
Im Körper der Mutter baut sich so die Milchmenge ganz natürlich ab. Medikamente, Tees oder Wickel sind so meist unnötig. Parallel baut sich das Verdauungssystem des Kindes Schritt für Schritt aus. Das erspart ihm Blähungen und Schmerzen.
Über einen geduldigen Umstieg freut sich jedoch besonders die Seele. Abstillen ist schließlich so etwas wie eine zweite Abnabelung. Bei Mutter und Kind weckt das stark widersprüchliche Gefühle: Wehmut, Verlustängste, Freude am Neuanfang, Erleichterung. Auch diese Emotionen müssen „verdaut“ werden. Gönnen Sie sich jetzt extralange Kuschelstunden und erfinden sie neue, innige Liebesrituale.
Typische Konfliktsituationen
Abstillen in trauter Harmonie ist ein schönes Ziel, aber auf dem Weg dorthin gibt es selbstverständlich auch mal Stress. Klassische Situation: Mama möchte abstillen, aber ihr Baby will nicht. Oder: Das Baby macht anfangs prima mit, verweigert aber plötzlich Flasche oder Löffel wieder. Stillexpertin Petra Affeldt kennt das gut und rät:
„Kämpfen Sie nicht gegen Ihr Kind an. Stillen Sie es ruhig erst mal weiter, so nehmen Sie den Druck aus der Situation. Bieten Sie dem Kind aber auch weiter die neue Nahrung an, damit Sie merken, wann Ihr Kind bereit zum Umstieg ist. Und besprechen Sie mit einer Stillberaterin mögliche Gründe der Verweigerung wie Zahnen, Krankheiten, Ängste oder Blockaden.“
Natürlich gibt es auch die andere Situation: Mama möchte gern weiterstillen, aber das Baby will keine Brust mehr. „Bei Kleinkindern im zweiten Lebenshalbjahr ist diese Art des Abschieds von der Brust ein schönes Zeichen für seine wachsende Eigenständigkeit. Die Mutter sollte das erkennen und den Wunsch des Kindes achten, auch wenn das Abstillen für sie zu früh kommt“, sagt Petra Affeldt.
Nur wenn das Baby jünger ist, sollte sich die Mutter beraten lassen, um die Stillzeit vielleicht noch etwas verlängern zu können.

Baby-Entwicklungskalender
Wie Ihr Baby sich in den ersten drei Jahren entwickelt

Babyfoto-Wettbewerb
Wir suchen jeden Monat die 10 süßesten Babys

Kinderkrankheiten
- von Scharlach bis hin zu Neurodermitis
Kindersitz-Suche
So finden Sie den passenden Kindersitz

Geburtshoroskop
Horoskop zur Geburt

Vornamen
Kindernamen suchen und finden

Psychotests
Hier finden Sie viele verschiedene Psychotests

Horoskope
Ihr Tages-, Monats- und Jahreshoroskop

Familienrecht
Rund um Scheidung, Kindesunterhalt und Elterngeld
Stillen: Fragen und Antworten rund ums Thema "Stillen"