So lernt das Gehirn Ihres Babys

Schon bei Babys hinterlässt jedes Erlebnis im Gehirn seine Spuren - und beeinflusst die Entwicklung. Wie sich Babys Gehirn entwickelt und wie das Gehirn Ihres Babys am besten lernt.


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Gehirnentwicklung beim Baby hängt von Erfahrungen ab



© Thinkstock

Schlafende Babys sehen so friedlich aus! Dabei leisten sie gerade Schwerstarbeit. Unter dem leichten Haarflaum entwickelt sich immerhin eines der komplexesten Gebilde der Welt: ein menschliches Gehirn. Dieses erstaunliche Organ wächst anders als alle anderen. Denn während eine Niere nach einem exakten Bauplan konstruiert wird, sind im Gehirn nur die Anzahl der Nervenzellen und seine grobe Struktur festgelegt. Mehr nicht. Alles andere hängt von den Erfahrungen ab, die es macht. Geräusche, Gerüche, Temperaturunterschiede, Licht und Schatten, Farben, Bewegungen, Hautberührungen - was immer auf das Kind einwirkt, bestimmt die physische Struktur des Gehirns.


Gehirn des Babys wächst seit der 3. Schwangerschaftswoche


Das zentrale Nervensystem und das Gehirn gehören zu den ersten Baustellen, die ein Embryo bei seiner Entwicklung in Angriff nimmt. Bereits in der 3. SWS bildet sich das sogenannte Neuralrohr, das später zum Rückenmark wird. Am oberen Ende entstehen in der vierten Woche drei Bläschen, die Grundbausteine des Gehirns.

Ebenfalls ab der dritten Woche fangen die Nervenzellen des Embryos an, sich zu teilen, und legen dabei ein ziemliches Tempo vor: Eine halbe Million neuer Zellen entstehen pro Minute. Das sind 720 Millionen am Tag. Bereits in der Mitte des vierten Monats verfügt ein Fötus über hundert Milliarden Nervenzellen. So viele müssen dann allerdings für den Rest des Lebens reichen.

Wie wichtig unser Denkorgan ist, zeigt sich daran, dass es anfangs mehr als die Hälfte der Körpergröße des Embryos ausmacht.




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