Spielgruppe und Sportgruppe

Eine Spielgruppe kann als eine Art Bindeglied zwischen Krabbelgruppe und Kita wirken – Kinder ab ca. anderthalb Jahren lernen hier das erste Mal ohne Mama und Papa zu sein. Und weil Kinder Bewegung brauchen, können Sie auch darüber nachdenken, es in einer Sportgruppe anzumelden.


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Was ist eine Spielgruppe?


Sind Babys ersten Schritte geschafft, erweitert sich der Aktionsradius der Kleinen. Reichte vorher eine Krabbeldecke, muss nun Platz zum Toben sein. Den bieten Spielgruppen - und noch mehr: Durch die Struktur der Stunden können sich die Kleinen an Rituale gewöhnen und kurzzeitige Trennung von Mama und Papa üben.

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In Spielgruppen können Kinder ab ca. 30 Monaten in einer Gruppe von ca. fünf bis zwölf Gleichaltrigen ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen weiterentwickeln. Wie in betreuten Krabbelgruppen geschieht dies im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten, festen Ritualen und Zeiten für freies, individuelles Spielen.  Das Besondere dabei: Anfangs sind die Eltern noch anwesend. Nach einer Eingewöhnungsphase werden aber dann erste Trennungsphasen von den Eltern geübt. Diese bereiten auf die spätere Zeit in der Kita vor und sollen den Übergang dorthin erleichtern.

Geleitet werden die Spielgruppen durch mindestens eine Fachkraft, d.h. jemanden mit pädagogischer Ausbildung, und mindestens einer weiteren Person, oftmals einem Elternteil.
Sportgruppen zum Austoben

Vom Spiel zum Sport ist es nur ein kleiner Schritt. Aber ein entscheidender: Wenn in Eltern-Kind-Turngruppen schon Anderthalbjährige von Kästen hüpfen, auf Bänke klettern, durch Krabbeltunnel rasen und auf Turnmatten herumtoben,  trainieren sie dabei ihre körperlichen und geistigen Möglichkeiten.

„In eine Sportgruppe können Kinder kommen, sobald sie sicher laufen. Hier üben sie dann motorische Grundfertigkeiten wie Steigen, Rutschen und Schaukeln“, sagt Constanze Grüger, die unter anderem beim schleswig-holsteinischen Kreisturnverband Nord für das Kleinkindturnen zuständig ist.

Sportgruppen fördern die Entwicklung



Sportgruppe für Kleinkinder


© Thinkstock
In ihrer langjährigen Erfahrung als Ausbilderin für den Deutschen Turnerbund hat Grüger erlebt, wie stark Sportgruppen zur Entwicklungsförderung beitragen – in verschiedenen Bereichen: „Kognitiv, etwa wenn Kinder in Rollenspielen als Pferd herumgaloppieren oder als Auto herumrasen. Emotional, indem sie die Möglichkeit bekommen, sich auszuprobieren, und so lernen, Erfolge zu verarbeiten und auch mit Misserfolgen umzugehen. Und sozial, indem die Kinder über die Bewegung kommunizieren und feststellen, dass man auch mal abgeben muss, wenn zwei partout denselben Ball haben wollen.“

Vor allem aber vermittelt die Sportgruppe Freude an der Bewegung und legt den soliden Grundstein dafür, dass die Kinder auch später gern weiter körperlich aktiv sind.


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