Storchenbiss: Wenn der Storch zu fest zupackt

Die Hälfte aller Babys kommen mit einem Storchenbiss auf die Welt. Die Hautverfärbung ist harmlos und verschwindet von alleine wieder. Anders das Feuermal: So können Sie beide voneinander unterscheiden.


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Baby mit Storchenbiss

Ein Storchenbiss kann (wie hier) auf der Strin auftreten, häufig im Nacken oder auch auf Nasenwurzel und Augenlid.


© Thinkstock
Da hat der Storch wohl etwas zu fest zugepackt: Das zumindest ist die Mär, wie die roten Flecken in Babys Nacken entstehen. Und daher rührt auch die Bezeichnung Storchenbiss für die markanten Stellen auf der Babyhaut. Sie können auch auf seiner Stirn, der Nasenwurzel oder dem Augenlid auftreten.

Viele Eltern machen sich Sorgen, dass diese Hautverfärbungen ihr Kind ein Leben lang begleiten könnten. Doch diese Sorge ist unberechtigt. Der Storchenbiss verschwindet meist im ersten Lebensjahr ganz von alleine und ist völlig ungefährlich. Fast die Hälfte aller Neugeborenen kommt mit diesem Geburtsmal auf die Welt. Was genau die Ursache dafür ist, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht im Klaren.

Sicher ist, dass ein Storchenbiss eine Ansammlung von erweiterten Blutgefäßen knapp unter der Haut ist. Im Normalfall liegen die Blutgefäße etwas tiefer und sind daher nicht so deutlich zu sehen. Wenn sich das Baby beim Schreien sehr ins Zeug legt oder es beispielsweise fiebrig ist, dann können die Hautflecken – auf Grund der erhöhten Durchblutung - eine dunklere Färbung annehmen. Umgekehrt verblasst ein Storchenbiss sofort, wenn Sie leicht darauf drücken. Behandeln lassen müssen Sie einen Storchenbiss nicht. Nur in einigen wenigen Fällen will er einfach nicht von alleine verblassen. Hält die Hautverfärbung länger als drei Jahre an, dann können Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Therapien sprechen. Inzwischen gibt es schonende Lasermethoden, mit denen die Storchenbisse behandelt werden können.
Nicht verwechseln: Storchenbiss und Feuermal
Nicht zu verwechseln ist der Storchenbiss mit einem Blutschwämmchen oder einem Feuermal (Naevus flammeus). Während der Storchenbiss wirklich nur im Kopfbereich zu finden ist, kann ein Feuermal am ganzen Körper auftreten. Ursache ist ebenfalls eine krankhafte Erweiterung der Blutgefäße. Allerdings verblasst ein Feuermal nicht im Laufe der Zeit sondern wächst sogar mit und die Verfärbung der Haut ist intensiver – von dunkelrot bis violett. Sie sehen zwar schlimmer aus, aber auch Feuermale sind in der Regel gutartig und harmlos. Dennoch gilt Vorsicht: So treten Feuermale manchmal in Verbindung mit anderen, erblich bedingten Krankheiten auf. Lassen Sie das – auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist - auf jeden Fall von einem Arzt ausschließen.

Anders als der Storchenbiss oder das Feuermal, die das Baby schon von Geburt an haben, kann ein Blutschwämmchen spontan entstehen. Bei Neugeborenen treten sie besonders häufig auf und wachsen dann sehr schnell. Manchmal kann man regelrecht zusehen, wie es sich ausbreitet. Das kann einem wirklich Angst machen. Und dann sprechen die Ärzte auch noch von einem Tumor. Doch so schlimm wie es sich anhört, ist das nicht. Es ist richtig, dass ein Blutschwamm ein gutartiger Tumor ist, eine plötzliche Wucherung der Blutgefäße. Doch gefährlich ist der deswegen nicht. Auch Blutschwämmchen verschwinden ganz von alleine wieder . Das kann allerdings dauern – oft mehrere Jahre. Deutlich von einem Storchenbiss oder einem Feuermal zu unterscheiden ist ein Blutschwämmchen dadurch, dass es leicht aufgeworfen ist. Daher kommt auch der Name Schwämmchen.
Auch Blutschwämmchen sind ungefährlich

Für Sie als Eltern wichtig: Sie haben nichts falsch gemacht, weder bei der Pflege des Babys noch während der Schwangerschaft und bei der Geburt ist auch nichts schief gelaufen. Wieso Blutschwämmchen, ein Feuermal oder ein Storchenbiss entstehen, ist nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Es ist – auch wenn die Antwort wenig befriedigt – einfach eine Laune der Natur. Und entscheidend ist doch, dass die Hautveränderungen allesamt ungefährlich für das Baby sind.

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