Voraussetzungen um sprechen zu lernen

Damit Babys richtig sprechen lernen, müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein. Wir verraten, welche das sind und wann Ihr Baby das erste Wort spricht.


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Zwei Voraussetzungen, damit Babys sprechen lernen:


Gutes Hören und Dialoge.

Unser Hirn ist so eingerichtet, dass es das Sprechenlernen zwischen der Geburt und dem 4. Lebensjahr erwartet - danach lassen seine Fähigkeiten diesbezüglich stark nach. Also ist es wichtig, gemeinsam mit dem Kinderarzt darauf zu achten, dass mit dem Gehör alles in Ordnung ist.

Die zweite Voraussetzung, der Dialog, ist ebenso bedeutsam: Das Baby möchte mit Mama und Papa beisammen sein, Mimik und Gestik beim Sprechen beobachten und im Wechsel Töne machen. So lernt es rasch die emotionale Bedeutung von Sprache. Noch während des 1. Lebensjahrs begreifen die Kleinsten auch, wie praktisch sie ist - dass man sie nutzen kann, um andere Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was man möchte.
{{SNIPPET_PH:}} Am Anfang war das Gurren ...
Was das Baby selbst zu sagen hat, beginnt mit einem Gurren: Nach wenigen Wochen fängt es an, schnurrend-säuselnde Töne zu machen. Dieses erste Training seines Stimmapparates bereitet es auf das Selber-Sprechen vor: „Die Kinder experimentieren mit ihrer Stimme und der Sprechmuskulatur“, erklärt Dr. Monika Rausch, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie: „Das tun sie eine Zeit lang, dann hören sie auf, und nach einer Pause beginnen sie von Neuem, Töne zu machen. Dann aber auf andere Art: Denn nun hören sie sich selbst zu und versuchen, ihr Sprechen zu kontrollieren.“

Vom "Dadada" zum ersten Wort


Bis zum Alter von etwa einem halben Jahr ist die Sprache eines Menschen international. Das erste Lallen klingt immer gleich, egal, ob ein Kind in Japan, Grönland, Russland oder Deutschland aufwächst. Doch dann beginnen Babys, die Laute der Muttersprache zu imitieren - der erste Schritt zum Sprechen lernen.

Das berühmte „Dadada“ mit häufigen Silbenwiederholungen ist sehr typisch für die Zeit um den 8. Monat. Eltern sagt es, dass sich das Sprechen normal entwickelt. Denn das sogenannte „kanonische Lallen“ fehlt nur bei Kindern, die sich nicht selbst hören können. Dann sollte das Gehör noch einmal sehr genau untersucht werden. In den allermeisten Fällen können Ärzte heute selbst bei ausgeprägter Schwerhörigkeit dabei helfen, dass das Sprechenlernen gelingt.


Sprechen lernen: Kleines Mädchen


© Thinkstock
Sogar Kinder, die gar nichts hören können, lernen leicht die kompliziertesten Gebärdensprachen: Das Baby-Gehirn ist so flexibel, dass es ebenso gut die Sprache der Hände und Augen lernen kann.

Während das Baby für einige Wochen fleißig „gagaga“ und „bababa“ macht, reifen die ersten Wörter heran - im „mentalen Lexikon“, unserem inneren Vokabelspeicher, sind sie längst mit ihrer Bedeutung abgelegt. Um sie herauszubringen, muss aber noch jeden Tag geübt werden - und dann ist es irgendwann so weit. Keine spezielle Regel schreibt einem Baby vor, dass es unbedingt „Mama“ oder „Papa“ sagen muss: „Auto“ und „Bär“ sind ebenso möglich.


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