Warum schreit mein Baby?

Oft gibt es Anzeichen dafür, warum das Baby schreit – man muss Sie nur erkennen und zu deuten wissen. Wie Sie das schaffen und wie Sie angespannte Babys beruhigen können, verraten wir Ihnen hier.


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Warum das Baby schreit


Je besser man sein Baby kennt, desto einfacher ist es natürlich herauszufinden, was ihm fehlt. Vor allem aber gibt es ja Anzeichen, an denen Sie erkennen können, woran es liegt, dass Ihr Baby schreit. Es könnte natürlich sein, dass etwas akut geschehen ist, es sich zum Beispiel erschreckt hat oder an etwas Heißes gekommen ist.

In allen anderen Fällen sendet Ihr Baby frühzeitig Signale - es nörgelt, quengelt, wird unruhig. Dann heißt es für Sie: Achtung, mein Baby braucht etwas - Essen, Schlaf, Anregung, Kontakt.
So erkennen Sie typische Bedürfnisse

Warum schreit mein Baby?


© Thinkstock
Hunger: Ob Ihr Baby wirklich Nahrung braucht, erkennen Sie daran, dass es die Faust, manchmal sogar alle Finger einer Hand zum Mund führt, daran nuckelt und saugt. Jetzt ist der richtige Moment fürs Stillen. Von einem rät Dr. Joachim Bensel allerdings ab: „Brust oder Flasche dürfen nicht automatisch gegeben werden, sobald ein Säugling anfängt zu quengeln.“

Schlafen: Wie schwer fällt dem Baby doch manchmal einzuschlafen! Will das Baby nicht schlafen, so tut es das mit einem leichten Quengeln kund. Es reibt sich die Augen oder die Nase und unterbricht sein Nörgeln immer wieder durch Gähnen. Hier helfen leise Schschsch-Laute, beruhigendes Streicheln, auf die Seite legen (in Rückenlage haben so manches Baby das Gefühl zu fallen).

Aufmerksamkeit und Abwechslung:
Sucht Ihr Baby Kontakt und Anregung, wird es zunächst leise rufen, denn dieses Bedürfnis ist nicht so elementar wie das nach Nahrung. Doch die Pausen werden immer kürzer und gehen über in deutliches Beschweren und schließlich wütendes Schreien.

Langeweile:
Ob Ihr Baby aus Langeweile protestiert, merken Sie rasch: Es wird sich in dem Moment beruhigen, in dem Sie sich ihm widmen. Jetzt heißt es spielen, raus an die frische Luft - ganz generell: für Abwechslung beim Babysorgen.

Anspannung:
Babys lernen den ganzen Tag lang neue Eindrücke, Gerüche und Situationen kennen. All die vielen Reize können Ihr Kleines schon mal überfordern. Dann ist das Wichtigste, das Baby zu entpsannen und zu beruhigen.

Tipps, um das Baby zu beruhigen
  • 1 / 5
    Tragen Sie Ihr Baby viel

    So fühlt es nicht nur beim Schlafen Körperwärme, hört Herzschlag und Stimme seiner Eltern. Das gleichmäßige Be- und Entlasten von Wirbelsäule und Hüftgelenken fördert zudem den Wachstumsreiz. Nutzen Sie vielleicht sogar schon ein Tragetuch? Wenn nicht, denken Sie doch mal drüber nach.

  • 2 / 5
    Viel Hautkontakt tut gut

    Pro Quadratzentimeter Babyhaut finden sich etwa 6 Millionen Zellen und Nervenfasern. Durch liebevolle Berührungen, Streicheln und Massagen fühlt sich das Baby geliebt und angenommen und entwickelt Urvertrauen. Babymassage-Kurse gibt’s für Kinder ab der 4. Lebenswoche.

  • 3 / 5
    Kein Parfum

    Verzichten Sie in den ersten Wochen ganz auf Parfum, um den Geruchssinn Ihres Babys nicht zu irritieren. Babys mögen dafür sehr gern ein Schmusetuch, das nach Ihnen riecht.

  • 4 / 5
    Das Baby verstehen lernen

    Nehmen Sie sich Zeit, zu horchen und zu sehen, was Ihr Baby mit Schreien und Mimik sagen will. Braucht es Zuwendung, eine Windel, die Brust? Je zuverlässiger die Bedürfnisse erfüllt werden, desto besser kann sich ein Baby entwickeln.

  • 5 / 5
    Nicht schreien lassen!

    Im ersten Halbjahr können Sie Ihr Baby nicht genug verwöhnen! Reagieren Sie sofort, wenn es schreit. Den „intentional cry“, den bewussten Schrei, beherrscht es erst gegen Ende des ersten Halbjahres.



Tagebuch führt zu mehr Übersicht
Einen weiterer Tipp, der bei Schreibabys für Klarheit sorgt: Führen Sie ein Baby-Tagebuch. Wenn Sie Schlafen, Essen, Spielen und auch Weinen in einer Zeittabelle eintragen, verrät Ihnen diese auf den ersten Blick, welcher Rythmus für Ihr Baby gilt. Wann hat es gelacht, wann das Köpfchen gehoben? Wie lange kann es sich mit sich selbst beschäftigen, ab wann braucht es einen Spielpartner? Welches Schlafverhalten hat mein Baby? Gehört es zu den „Lerchen“, den Frühaufstehern und Früh-zu-Bett-Gehern, oder ist es eher nachtaktiv - also eine „Eule“?

Etappen und Eindrücke, an die man später gern zurückdenkt, die aber auch dem Arzt so manche Aufgabe im Umgang mit Schreibabys erleichtern. Ihm hilft das Baby-Tagebuch beim Erstellen einer Diagnose im Krankheitsfall - und generell bei der Einschätzung, ob sich das Baby wie gewünscht entwickelt.

Das Grundgerüst, mit dem Sie Ihrem Baby am besten aus der Not helfen, sieht so aus:


•    Einfühlen in die Situation,
•    der Intuition vertrauen,
•    Ruhe bewahren und
•    Ruhe ausstrahlen.