Was tun bei Missverständnissen?


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Was tun bei Missverständnissen? Das alles passiert automatisch. „Aber manchmal hat man keinen Blick für die Signale des Kindes. Zum Beispiel, wenn man gerade ins Wickeln vertieft ist, ohne die Kommunikationsversuche des Babys zu bemerken“, erklärt Psychologin Bärbel Derksen. Oder man missversteht die Signale und denkt beispielsweise, das Baby lehne einen ab, wenn es den Blick abwendet. So kann sich ein negativer Kreislauf in Gang setzen: Die vermeintlich abgelehnte Mutter redet umso mehr auf ihr Kind ein, was das Kleine aber nur noch mehr anstrengt. Woher können solche Missverständnisse kommen? „Manchmal ist das implizite Beziehungswissen durch die eigenen Kindheitserfahrungen überlagert. Durch unbewusste Erwartungshaltungen oder Einstellungen gegenüber dem Baby werden die Wahrnehmung und die Interpretation des Verhaltens des Säuglings verzerrt“, erklärt Manfred Cierpka.

Babys brauchen mehr Zeit

Die Schweizer Hebamme Silvia von Büren hat zwanzig Jahre Erfahrung mit Eltern-Kind-Kommunikation und sagt: „Die Missverständnisse zwischen Eltern und Baby sind zahlreich, haben aber oft einen gemeinsamen Nenner. Die Geschwindigkeit! Wenn Eltern sich und dem Baby mehr Zeit geben würden, wäre vieles einfacher. Sie würden ihr Kind anders wahrnehmen und entsprechend reagieren. Erst wenn sich ein langsames Tempo zwischen Eltern und Baby eingestellt hat, haben Eltern Zugang und die Verbindung zu ihrem intuitiven, natürlichen inneren Wissen.“