Die besten Wildkräuter zum Sammeln I

Löwenzahn, Gänseblümchen und Co.: Wir stellen die besten Wildkräuter zum Sammeln vor und geben Tipps für leckere Gerichte.


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Die besten Wildkräuter zum Sammeln I


Das bekannteste Kraut ist der Löwenzahn, auch Pusteblume genannt. Seine dottergelben Blüten zieren zwischen April und Mai Wiesen, Äcker und Wegesränder. Auch im heimischen Garten fühlt er sich wohl. Am besten schmecken seine zarten, jungen Blätter vor der Blüte in Blattsalaten, geschlossene Blüten in Butter geschwenkt. Später werden die Blätter immer bitterer - und treffen damit weniger den Geschmack kleiner Feinschmecker. Aber bestimmt begeistern sie sich für Löwenzahn-Honig. Er wird aus den gelben Blüten gemacht und versüßt jedes Frühstück. Die Stängel der Pflanze sollten für Kinder aber tabu sein, denn der Milchsaft darin verursacht Bauchschmerzen und Durchfall.


Wildkräuter: Ganseblümchen

Gänseblümchen sehen nicht nur schön aus, die kann man auch essen.


© Thinkstock
Auch Gänseblümchen sind ein Kinder-Klassiker. Aus ihnen lassen sich nicht nur schmucke Kränze binden, ihre zarten Blätter und Blüten schmecken auch angenehm nussig im Salat oder auf einem Butterbrot. Am köstlichsten sind die Knospen oder die halb geöffneten Blüten. Die beste Sammelzeit liegt zwischen April und September. Doch Achtung: Gerade für kleine Kinder ist weniger mehr, denn in größeren Mengen gelten Gänseblümchen als schwach giftig!

Die Brennnessel kennt ebenfalls jedes Kind. Und die kann man essen? Tatsächlich - und das lohnt sich sogar! Der Geschmack ist fein säuerlich und erinnert an Spinat. Die beste Sammelzeit für junge Blätter und Triebe sind die Monate von März bis August. Zum Ernten sollten Sie Handschuhe tragen, denn die Blattränder enthalten Ameisensäure, die auf der Haut schmerzt. Um sie verzehrfertig zu machen, werden die Blätter in ein feuchtes Tuch gewickelt und ordentlich gewrungen oder kurz in kochendem Wasser blanchiert. Brennnessel schmeckt in Suppe und Salat oder gekocht wie Spinat.

Als Delikatesse unter den Wildkräutern gilt der seit geraumer Zeit schwer angesagte Bärlauch. Deshalb gibt es ihn in der Saison in fast jedem Supermarkt, beim Gemüsehändler und auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Selber suchen geht aber auch. Doch Vorsicht: Die Blätter sind denen des giftigen Maiglöckchens nicht ganz unähnlich. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch: Wenn ein Bärlauch-Blatt zwischen den Fingern zerrieben wird, riecht es knoblauchähnlich. Das Wildkraut wächst an schattig-feuchten Plätzen, gerne im Mischwald. Die beste Erntezeit ist von März bis Mitte Juni. Seine fein gehackten Blätter würzen Kräuterquark, Salate, Suppen und Pesto mit einem zarten Knoblauch-Aroma.

Ebenfalls ein Kraut für Genießer ist der Giersch oder Geißfuß. Als Unkraut im Garten kann er einen zur Verzweiflung treiben, auf dem Teller ist er aber sehr lecker. Giersch ist eine wahre Vitamin- und Mineralstoff-Bombe, die auch viel Eisen enthält. In Geruch und Geschmack erinnert Giersch an Petersilie. Dabei haben die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter das feinste Aroma. Giersch kann wie frischer Spinat zubereitet werden oder klein geschnitten Salate, Pesto, Suppe und Quark würzen. Der frische Saft aus den typisch dreieckigen Stängeln wirkt übrigens lindernd bei Insektenstichen.


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