KINDERFAHRRADSITZ
Fahrradsitz: 6 Tipps
Mit einem Kindersitz sind Sie und Ihr Kind auf dem Fahrrad mobil. Worauf es bei einem Fahrradsitz ankommt.
So mancher Fahrradkindersitz offenbart in der Praxis Mängel. Achten Sie deshalb bei einem Kindersitz auf folgende Kriterien:
- Einstiegsalter: Wie alt ein Kind bei seiner ersten Radtour ist, spielt eine Nebenrolle. Entscheidender ist, dass das Kind ohne Unterstützung seines Rückens im Fahrradkindersitz sicher sitzt. Bei dem einen klappt das schon mit acht Monaten, beim anderen erst mit einem Jahr.
- Fahrradsitz vorne: Die Vorteile dieser Fahrradsitze: Ein Fahrradsitz zwischen Lenker und Sattel verlagert den Schwerpunkt beim Fahren nach vorn. Dies gilt nicht für einen Fahrradkindersitz, der über dem Vorderrad hängt. Der Fahrer sieht das Kind und kann mit ihm sprechen, es fühlt sich wie in den Armen von Mama und Papa mit Ausblick auf die Welt sehr wohl. Nachteile: Bei einem Unfall bietet dieser Fahrradsitz wegen der kurzen Rückenlehne und fehlenden Nackenstütze kaum Schutz. Beim Auf- und Absteigen wird es bei einigen Fahrradtypen eng für den Fahrer. Das Kind ist Insekten, Wind und Wetter voll ausgesetzt. Wichtig: Am Steuerrohr des Lenkers befestigte Sitze sind nur für kleine Kinder bis 15 Kilo erlaubt. Nie größere Kinder in diesem Fahrradsitz transportieren, da sich die Kinder in den Speichen verletzen können.
- Fahrradsitz-Heckmodelle: Ein über oder auf dem Gepäckträger montierter Fahrradsitz hat höhere Lehnen und ist für größere Kinder zugelassen. Vorteile: Das Kind ist bei Unfällen oder widrigem Wetter besser geschützt. Bei längeren Fahrten kann es – besonders bei verstellbaren Rückenlehnen – bequem schlafen. Nachteile: Der Fahrer sieht das Kind nicht. Die Rahmen, vor allem bei Damenrädern, geraten durch den Fahrradkindersitz ins Flattern. Manchmal stoßen Fahrer oder Fahrerin beim Treten mit der Ferse gegen die Fußstützen des Kindes.
- Montage: Sie sollten immer Ihr Rad mit zum Händler nehmen, denn nicht jeder Fahrradsitz passt auf alle Räder. Außerdem kann der Händler gleich beim Anschrauben helfen, falls die Gebrauchsanweisung etwas konfus ist.
- Handhabung: Egal welchen Fahrradsitz Sie kaufen – im täglichen Einsatz wird er sie von nun an vermutlich mit kleinen Macken nerven. Beim einen Fahrradsitz lassen sich die Gurte nur mühsam verstellen, beim anderen die Gurtschlösser, die man nur mit Gewalt wieder aufdrücken kann. Bei einem dritten verzweifeln Eltern beim Festdrücken der Fußschnallen. Probieren Sie deshalb vor dem Kauf den Fahrradkindersitz aus.
- Komfort: Wer ein Fahrradsitz täglich oder im Urlaub auf länger nutzt, sollte auf Komfort achten. Kann das Kind im Kindersitz schlafen? Ist der Kindersitz gefedert? Gibt es Schlitze für frische Luft in der Rückenlehne?
- Zubehör: Neben einem Fahrradsitz ein Kinderfahrradhelm, ein Rückspiegel, ein Zweibeinständer, ein Schloss für den Fahrradsitz und eine Decke für die eventuell vorhandenen Spiral-Federn am Sattel.