
Autokindersitze sind für Kinder bis zwölf Jahren oder bis zu einer Größe von 1,50 m Pflicht. Der ADAC und die Stiftung Warentest haben jetzt zusammen 22 Autokindersitze getestet. Insgesamt vergaben die Tester viermal ein „mangelhaft“.
Ein Autokindersitz-Modell, der „Alpin Daisy“, fiel beim Seitencrash durch, drei Kandidaten boten beim Frontal-Crash nicht genug Sicherheit: der „Emmaljunga First Class 0+ mit Base (Isofix)“, der „IWH Babymax Isofix+Basis“ sowie der „IWH Megamax Isofix+Basis“. Bei diesen Autokindersitz-Modellen ging entweder der Sitz zu Bruch oder der Gurt des Autokindersitzes riss aus und die Messpuppe schleuderte während des Tests durch das Fahrzeug. Auffällig sei bei den drei genannten Sitzen, dass es sich um sogenannte Isofix-Kindersitze handele, so der ADAC. Isofix-Befestigungen gelten in der Regel als besonders praktisch und sicher.
Dennoch gibt es in allen Klassen Kindersitze, die mit „gut“ oder „befriedigend“ getestet wurden. Bei den getesteten Babyschalen für ein Höchstgewicht von 13 Kilogramm konnte bei der Babyschale „Römer Baby Safe Plus“ nur die Version mit gegurteter Basis mit rundum „guter“ Unfallsicherheit überzeugen. Klassisch mit dem Autogurt befestigt wird die ebenfalls „gute“ „Cybex Aton“ – mit 129 Euro auch eine der preisgünstigsten Babyschalen im Test.
Universeller, weil für Kinder von der Geburt bis 18 Kilogramm geeignet, ist der rückwärts gerichtete „HTS Besafe iZi Kid X1 Isofix“. Dieser Sitz ist mit einem Preis ab 450 Euro aber auch der teuerste im Test. Er passt außerdem nicht in jedes Auto und benötigt ein Fahrzeug mit Isofix-Steckverbindung auf der Rücksitzbank.
Bei den Autokindersitzen für Kinder von 15 bis 36 Kilogramm punktete der nur 150 Euro teure „Cybex Solution X-Fix“ mit der besten Sicherheit. Alle Modelle, die gleich drei Gewichtsklassen – von 9 bis 36 Kilogramm – umfassen, hatten hingegen Sicherheitsdefizite.
Der beste Autokindersitz nütze jedoch nichts, wenn Kinder zum Beispiel einen Schulranzen auf dem Rücken haben. Weil sich bei einem Frontalaufprall mit 64 km/h das Gewicht eines Schulranzens um das 40-fache erhöht, lasten dann 200 Kilogramm auf dem Rücken des Kindes. Ein Schulranzen erhöht das Verletzungsrisiko sowohl beim Frontal- als auch beim Seitenaufprall erheblich.
ADAC-Testtabelle 2009 herunterladen (PDF)

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