
Es gibt mittlerweile viele verschiedene Methoden zur Verhütung, allerdings sind die Hormonellen nach wie vor nur für Frauen. Wir stellen die verbreitetsten Verhütungsmethoden vor.
Die Pille ist eine hormonelle Methode zur Verhütung und übrigens die beliebteste Verhütungs-Methode in Deutschland. Es gibt die klassische Pille, die Mikro-Pille (mittlerweile wohl die am verbreitetste) und die Mini-Pille. Wie die Pille wirkt, was Sie bei der Einnahme beachten müssen und alle anderen wichtigen Infos finden Sie in unserem Artikel "Die Pille".
Das Kondom ist die zweitbeliebteste Methode zur Verhütung bei den Deutschen. Kondome bestehen in der Regel aus Latex und sind in verschiedenen Größen erhältlich. Das Wichtigste jedoch: Kondome sind das einzige Mittel zur Verhütung, das vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Aids schützt.
Bei korrekter Anwendung sind Kondome eine sehr sichere Methode zur Verhütung. Allerdings sollte immer auch auf die Qualität geachtet werden: zum Beispiel auf das Prüfsiegel CE. Am besten Sie kaufen die Kondome in der Apotheke oder in der Drogerie. Außerdem dürfen Sie das Haltbarkeitsdatum nicht aus den Augen verlieren. Kondome sollten nie in der Sonne liegen, da sie keine große Wärme vertragen und brüchig werden können.
Tipp: Bei einer Latexallergie gibt es in der Apotheke auch Kondome ohne Latex.
Verhütungsstäbchen
Bei dieser Methode zur Verhütung wird ein Stäbchen am Oberarm unter der Haut implantiert. Dort bleibt es maximal drei Jahre; dann wird es wieder entfernt. Wie die Mini-Pille enthält das Stäbchen zur Verhütung nur Gestagene. Allerdings können durch das Implantat kaum Anwendungsfehler passieren. Unter anderem deshalb ist das Verhütungsstäbchen ist sehr sicher. Die Nebenwirkungen sind mit denen bei der Mini-Pille vergleichbar. Außerdem kann es zu Akne oder Haarausfall führen. Auch das Risiko für Osteoporose erhöht sich auf Dauer, da Östrogen für den Knochenstoffwechsel fehlt.
Die Dreimonatsspritze ist wie die Pille und das Verhütungsstäbchen ein hormonelles Mittel zur Verhütung. Sie enthält Gestagen und wird alle drei Monate als Depot in den Oberam- oder Gesäßmuskel injiziert. Die Dreimonatsspritze zur Verhütung wird zwischen dem ersten und dem fünften Tag des Zyklus gespritzt. Sie eignet sich vor allem für Frauen ab 21 Jahren, die andere Verhütungsmittel nicht vertragen. Stillenden Müttern ist diese Methode zur Verhütung nicht zu empfehlen. Eine der häufigsten Nebenwirkungen sind Zyklusstörungen, wie Schmierblutungen. Je nach Präparat werden zwischen 0,3 und 1,4 Frauen von 100 Frauen schwanger.
Der NuvaRing ist eine hormonelle Verhütung aus einer Kombination von Östrogen und Gestagen. Er hat eine relativ niedrige Hormondosis. Der NuvaRing muss nach drei Wochen entfernt werden. Nach einer 1-wöchigen Menstruationspause muss ein neuer NuvaRing in die Scheide eingesetzt werden. Dies kann jede Frau ohne einen Arztbesuch erledigen. Der Vorteil des verformbaren Ringes ist, dass Übelkeit oder Durchfall keine Auswirkung auf die Wirksamkeit des Verhütungsmittels haben; Antibiotika allerdings schon. Eine mögliche Nebenwirkung des NuvaRinges ist wie bei der klassichen Pille eine Trombose. Stillende Mütter sollten nicht mit dem NuvaRing verhüten.
Eine Spirale eignet sich vor allem zur langjährigen Verhütung. Sie kann je nach Modell drei bis fünf Jahre im Körper bleiben. Eine Spirale ist meist ein T-förmiges Stäbchen aus Kunststoff. Der senkrechte Verlauf ist mit Kupfer umwickelt. Man vermutet, dass die abgegebenen Kupferionen die Spermien schädigt. Die Beweglichkeit der Spermien wird gehemmt. Außerdem stört Kupfer den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Mittlerweile gibt es auch Hormonspiralen, die statt des Kupfers, Gestagen enthalten.
Die Spirale wird meist während der Menstruation vom Frauenarzt eingesetzt, da der Muttermund in dieser Zeit etwas weiter geöffnet ist. Das Einsetzen kann etwas schmerzhaft sein. Nach der Geburt sollte sechs bis acht Wochen mit dem Einsetzen der Spirale gewartet werden. Die Spirale ist ungeeignet für junge Frauen, da sie zum Beispiel häufig die Regelblutung und die Regelschmerzen verstärkt. Außerdem ist die Gefahr für Eileiterschwangerschaften und Entzündungen der Gebärmutter erhöht. Die Spirale ist eine sehr sichere Methode zur Verhütung.
Ein Diaphragma besteht wie ein Kondom aus Latex. Es muss kurz vor dem Geschlechtsverkehr, frühestens zwei Stunden davor, in die Scheide eingeführt werden. Dort legt es sich vor den Muttermund, um die Spermien abzuhalten. Für eine noch höhere Sicherheit sollte das Diaphragma vor Einführen mit einem Spermien abtötenden Gel eingerieben werden. Frühestens 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr darf es entfernt werden, da Spermien so lange überleben können. Danach sollten Sie es gut mit Wasser reinigen.
Wichtig: Ein Diaphragma muss vor Benutzung angepasst werden. Es gibt neun verschiedene Größen. Sie könne es beim Frauenarzt, in einem Frauengesundheitszentrum oder auch in einer Pro Familia Beratungsstelle anpassen lassen. Nach einer Gewichtsveränderung ab 3 - 5 Kilo muss überprüft werden, ob es noch richtig sitzt; bei jungen Frauen jedes halbe Jahr. Nicht geeignet zur Verhütung ist ein Diaphragma für Frauen im Wochenbett oder mit einer Gebärmuttersenkung.
Die Sicherheit eines Diaphragmas hängt von der Passgenauigkeit, der Erfahrung und vom Alter der Anwenderin ab. Ein Diaphragma hält sich ungefähr 2 Jahre. Es bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
Es gibt einige natürliche Methoden zur Verhütung. Hier die Bekanntesten kurz im Überblick:
Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder an eine Beratungsstelle, z.B. von Pro Familia.

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