Das Familienleben organisieren


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Das Familienleben organisieren

Was bringt Väter dazu, nach der Geburt eines Kinder mehr zu arbeiten? Ist es der Beschützerinstinkt, um die Familie ernähren zu können oder doch eher die Erkenntnis, dass der Job gegenüber der Baby-Betreuung wie eine Erholung wirkt? Doch wer irgend kann, sollte in dieser Phase beruflich zurückstecken. Durch das Elterngeld wird es für den Hauptverdiener der Familie einfacher, während des 1. Lebensjahres des Babys zu Hause zu bleiben. Wenn der Vater aber weiterarbeitet, sollte er zumindest versuchen, seine Arbeitszeit an die Bedürfnisse der Familie anzupassen: entweder später zur Arbeit gehen, um die morgendliche Wickel-, Schmuse- und Fütterrunde zu übernehmen, oder früher zurückkommen, um das Kind zu Bett zu bringen. Ganz wichtig ist, die organisatorische Aufteilung zwischen Vater und Mutter nicht von Fall zu Fall vorzunehmen. Denn das kann zu "Du könntest auch mal wieder"-Auseinandersetzungen führen. Besser ist, klar festzulegen und auch dabei zu bleiben, wer im Tagesablauf welche Aufgaben übernimmt. Babys brauchen Rituale: Und das Wissen, dass zum Beispiel morgens der Papa füttert, stärkt das Sicherheitsgefühl des Babys. Vereinbaren Sie gerade beim eher problematischen nächtlichen Aufstehen eine gemeinsame Linie, etwa: beim 1. Mal Mama, beim 2. Mal Papa usw. Um 3 Uhr morgens zu diskutieren, wer dran ist, führt zu nichts. Pflichten zwischen den Eltern teilen Bitte eine Auszeit! Der Stoßseufzer stark beanspruchter junger Eltern ist verständlich, wird vom Partner aber nur selten erhört - weil er/sie in der Regel genauso erschöpft ist. Mit Ausdauer, Vertrauen sowie der Liebe zu sich und dem Baby stehen Paare diese Zeit durch. Aber: Konflikte in der Partnerschaft entstehen oft gerade dann, wenn das Baby aus dem Gröbsten raus ist und sich alles eigentlich eingependelt hat. Alles das, was sich an Unzufriedenheit, vermeintlicher oder tatsächlicher Benachteiligung, nicht erfüllten Wünschen aufgestaut hat, kommt jetzt allmählich ans Tageslicht. Junge Väter, die nach der Geburt des Kindes berufstätig bleiben, erleben folgende Situation als typisch: Sie kommen abends nicht mehr allzu frisch nach Hause und werden sofort von ihrer Partnerin bestürmt - mit Fragen, Berichten über die Tagesereignisse, vor allem aber mit dem Wunsch, sie unverzüglich mit der Kinderbetreuung abzulösen. Dabei verspürt man das eigene Bedürfnis, erst mal eine halbe Stunde die Füße hochzulegen und dann erst einzusteigen. Das kann schnell in Streit münden, weil beide das Gefühl haben, zu kurz zu kommen.