Die innere Motivation von Kindern


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Die innere Motivation von Kindern Gerade weil es um die innere Motivation geht, sollten wir die Interessen unserer Kinder nicht nach den Maßstäben der Erwachsenenwelt bewerten. Es muss nicht alles gleich erkennbar sinnvoll, effizient, wichtig und lohnend sein, wofür Kinder sich begeistern und engagieren. „Kinder entwickeln auf den abgelegensten Feldern Ehrgeiz“, sagt die Hamburger Psychologin Angelika Faas. „Beim Sammeln von Dino-Stickern, beim Höhlenbau, beim Streichespielen oder Kunststückevorführen - in diesen Momenten sind sie beseelt, begeistert und steigern ihre Leistung in dem ihnen angemessenen Tempo.“

Expertennrat: Der richtige Umgang mit Ehrgeiz

1. Das richtige Ziel ansteuern: Kinder brauchen eine auf ihre Interessen und Fähigkeiten abgestimmte Förderung. Wer sie in eine Richtung drängen will, die nicht ihre ist, demotiviert sie. 2. Den richtigen Weg beschreiten: Kinder entwickeln sich nicht linear, sondern sprunghaft und in Schüben. Deshalb brauchen sie Eltern, die Umwege geduldig ertragen und Rückschritte als normalen Teil eines Einwicklungsprozesses akzeptieren. 3. Den richtigen Maßstab anlegen. Ein Kind läuft mit elf, ein anderes mit 16 Monaten. Das eine wird Klassensprecher, das andere äußert sich am liebsten nur in der Kleingruppe. Das eine ist nicht besser als das andere. Sein Kind mit anderen zu vergleichen, ist ein verständlicher Reflex, förderlich ist das aber nur sehr selten.
 
4. Und besonders für kleinere Kinder gilt: Zu viele und zu frühe Anforderungen sind eher schädlich. „Für viele Dinge, die Kinder in den ersten Lebensjahren lernen, brauchen sie erst einmal die  körperlichen und geistigen Voraussetzungen. Es macht deshalb wenig Sinn, ihnen möglichst früh möglichst viel beibringen zu wollen. Wenn Eltern zu viel möchten, riskieren sie, ihren Nachwuchs zu überfordern. Kinder sind von Natur aus aktive und lernbegierige Wesen - wenn man allerdings zu viel auf sie einprasseln lässt, werden sie passiv“, so die Psychologin Elsbeth Stern vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.