Die richtige Krankenkasse für die ganze Familie


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Die beste Krankenversicherung für die Familie

Foto: Thinkstock


Mit Krankenversicherungen für Familien kennt sich Bastian Landorff von der Verbraucherzentrale Bayern aus. Ist die gesetzliche Krankenkasse besser oder kann sich eine private Krankenkasse lohnen?
Baby&Co: Unter welchen Voraussetzungen ist der Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert?

Bastian Landorff: Der Ehepartner kann nicht mitversichert sein, wenn er „versicherungsfrei“, also zum Beispiel Beamter ist. Er darf selbst grundsätzlich nicht versicherungspflichtig oder hauptberuflich selbstständig sein. Auch darf er ein bestimmtes Einkommen – derzeit 365 Euro im Monat – nicht überschreiten. Minijobs bis zu 400 Euro sind erlaubt. Kinder können bis 18 Jahre mitversichert sein, sogar bis 23 Jahre, wenn sie nicht erwerbstätig sind. Wenn ein Kind eine Ausbildung macht, kann es bis zum 25. Lebensjahr in der Familienversicherung bleiben.

Was, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?


Grundsätzlich kann nur der Ehepartner oder der Partner aus einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft in der Familienversicherung mitversichert sein. Allerdings können die Kinder beim Partner in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos mitversichert werden. Das gilt nicht nur für leibliche, sondern auch für Pflegekinder und Stiefkinder. Bei Letzteren muss nachgewiesen werden, dass der Versicherungsnehmer die Kinder mehr unterhält, das heißt, insbesondere die meisten Kosten, Erziehungsleistungen etc. für sie trägt.
Kann sich eine private Krankenversicherung für Familien lohnen?

Für Beamte kann es eine günstigere Möglichkeit sein, weil sie Beihilfe bekommen und nur einen Restbetrag zahlen. Allerdings: Für jedes Kind muss man einen Vertrag abschließen und einen gesonderten Betrag zahlen. Der kann am Anfang günstig sein, doch kann der Beitrag sich mit der Zeit stark erhöhen. Es gibt auch den Fall, dass man das Kind privat oder freiwillig gesetzlich mit einem eigenen Beitrag versichern muss: Wenn ein Ehegatte, z.B. der Vater, privat versichert ist, über 49950 Euro brutto im Jahr bzw. mehr als 4162,50 Euro im Monat verdient – und mehr als die gesetzlich versicherte Ehegattin. Dann kann das Kind nicht mit der Mutter beitragsfrei mitversichert sein.

Steigen die Beiträge für die private Krankenversicherung denn stark?


Es gibt keine Regel, aber die Zeitschrift Finanztest schätzt: Wenn ich als Mitte Dreißigjähriger in die Private Krankenversicherung einsteige, muss ich damit rechnen, dass sich mein Beitrag bis zum Rentenalter mindestens verdreifacht. Plötzliche Beitragsanhebungen von 20 Prozent sind keine Seltenheit. Wer damit nicht einverstanden ist, kann das aber auch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (www.bafin.de) melden oder von einem Ombudsmann kostenlos prüfen lassen.