Ein gewisses Risiko gehört zur Kindheit


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Ein gewisses Risiko gehört zur Kindheit dazu

Unbeschwerte Welterkundung und das Erlernen von Körperbeherrschung in der Kindheit würden dadurch erschwert, dass Kinder immer weniger Möglichkeiten haben, unbeobachtet draußen zu spielen und die freie Natur zu erkunden, schreibt Martin R. Textor in seinem Online-Ratgeber „Kindergartenpädagogik“. So würden Stadtkinder immer mehr durch den Verkehr gefährdet, aber auch auf dem Land sei die Angst vor Unfällen und anderen Gefahren groß. Balance zwischen Beschützen, Behüten in der Kindheit finden „Viele Eltern haben Angst, dass ihrem Kind etwas zustoßen könnte, und lassen es nur zaudernd in die Welt hinaus. Doch es muss auch seine eigenen Erfahrungen machen“, erklärt Schulte-Markwort. Stattdessen weichen viele Eltern auf institutionell organisierte Freizeitangebote aus, wo sie ihre Kinder gut betreut wissen. Doch Kinder sollten auch ihre Umgebung erforschen dürfen. „Sie brauchen Freiräume. Für Eltern gilt es, eine Balance zu finden zwischen Beschützen, Behüten - und ausprobieren lassen. Das hat auch damit zu tun, sich mit seinen eigenen Ängsten auseinanderzusetzen“, so der Psychologe. Um Befürchtungen zu zerstreuen, sollten Eltern mit ihrem Nachwuchs über mögliche Gefahren reden. „Machen Sie Kindern ihre Grenzen bewusst, aber jagen Sie ihnen keine Angst ein, sodass sie sich gar nicht mehr hinaustrauen. Kinder müssen sich auch in risikoreicherer Umgebung entwickeln können.“