Ein guter Morgen beginnt mit …

Carla berichtet im 6. Teil ihrer Kolumne wie immer erfrischend ehrlich über den Wandel ihres Morgens, seit sie ihren Mäusemann hat.


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Carals Kolumne - 6. Teil

Carlas Mäusemann hält nicht viel vom Durchschlafen. Foto: Privat


Es ist 5.23 Uhr. Früher wäre ich jetzt noch nicht mal zuhause, sondern würde heftigst im Club mit dem Hintern wackeln. Wäre mein altes ICH doch zuhause würde es tief, tiefer und am festesten schlafen. Vor 11 Uhr hätte ich kein Auge auch nur ansatzweise aufgemacht. Hätte jemand gewagt mein altes ICH zu wecken hätte ich gefaucht und gezickt bis man mich in Ruhe gelassen hätte, bis ich ausgeschlafen und den ersten Kaffee getrunken hätte. Aber heute wird mein neues ICH um 5.23 Uhr von einem leisen Weinen geweckt. Das Weinen heißt „Hunger!“ und kommt aus dem Kinderbett das knapp neben dem großen Bett steht. Mein Mäusemann ist aufgewacht – was er ja im 2 Stunden-Takt tut und er möchte einen Snack! Na gut… ich strecke missmutig die Füße unter der Decke hervor und spähe zwischen zwei Schlitzen hervor. Ich tappe zum Kinderbett, schnappe mir den Mäusemann der langsam hektisch in seinem Bärchen-Schlafsack strampelt und dessen Weinen langsam recht entrüstet klingt. T-Shirt hoch und der ungeheuerliche Dolly-Buster-Busen wird zum Vorschein gebracht. Der Beißling dockt an und grunzt zufrieden saugend vor sich hin.

Meine Sehschlitze werden immer kleiner, der Arm, der das Kind hält immer schwerer und das Bett zieht wie ein Magnet. Ich bin seit Wochen einfach nur müde……. Wie machen das Mütter, die nicht stillen und auch noch ein Fläschchen zubereiten müssen?! Nach einigen Minuten ist der Mäusemann satt und packt sein allerliebstes Lächeln aus. Ach ja… jetzt bin ich glücklich und weiß warum ich aus dem Bett gekrochen bin. Von weiterschlafen hält der Mäusemann meist leider nichts… er wälzt sich in meinem Bett herum, turnt auf der müden Mama herum und wirft mit den Kuscheltieren, die bereits in Mums Bett gezogen sind, um sich. Jetzt fängt also mein Tag an… guten Morgen mein kleiner Sonnenschein! Ich bin ein Morgenmuffel. Das war ich schon immer. Nach dem Aufstehen brauche ich meine Ruhe und einen Kaffee. Ich und Kaffee… Das ist eine lebenslange Beziehung. Stabiler wie so manche Ehe. Ich benötige dringend, dringender und am dringendsten bevor ich morgens angesprochen werde einen Kaffee. Eine große Tasse starken Kaffee. In Ruhe… Ruhe und Kaffee. Das gehört zu einem guten Morgen. So war das zumindest immer… Meinem neuen ICH wurde empfohlen auf den morgendlichen sehr starken Kaffee zu verzichten und sich stattdessen doch einen köstlichen Anis-Kümmel-Fenchel-Tee zu brauen. Mmmmmmmh. Lecker. So stehe ich mit diesem köstlichen Getränk und mit einem fröhlichen oder auch ärgerlichen Mäusemann auf dem Arm morgens in der Küche… wo war doch gleich die Ruhe mit dem Kaffee?! …denkt mein altes ICH. Mein neues ICH denkt: So ein süßes Baby!! Und naja, heute Nachmittag gönne ich mir einen Milchkaffee. Und Milchkaffee heißt so, weil es quasi eine heiße Milch mit Kaffeegeschmack ist. Mein neues ICH ist schon recht leicht zufrieden zu stellen.