
Bewusst und nahrhaft sollte Kinderernährung sein. Was gute Kinderernährung ausmacht, damit Kinder gesund und mit einem positiven Lebensgefühl aufwachsen.
Meine Tochter (8) hat immer gut gegessen und alles probiert. Jetzt lehnt sie vieles ab. Warum nur?
Der Geschmacksinn eines Kindes verändert sich mit der Zeit. Kleinkinder bevorzugen mild schmeckende Nahrung, im Schulkindalter darf es schon mal etwas schärfer oder saurer sein. Gut so, denn dadurch beginnen Kinder, auch Neues auszuprobieren. Variieren Sie mehr und bieten Sie Ihrer Tochter gute Lebensmittel in neuen Gerichten an, die auch mal exotisch schmecken dürfen.
Diplom-Psychologe Michael Thiel
Sind Bioprodukte wirklich gesünder für Kinder?
Biolebensmittel enthalten deutlich weniger Giftstoffe. Wer sich für Bioprodukte entscheidet, unterstützt außerdem eine umweltfreundliche Produktion ohne chemischen Pflanzenschutz. Der Nährstoffgehalt zwischen ökologisch und konventionell erzeugten Produkten unterscheidet sich nicht wesentlich. Am wichtigsten ist, dass die Kinder überhaupt ausgewogen essen.
Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl
Ein- bis zweimal im Monat essen wir Fast Food, weil unser Sohn (8) es gern mag. Ist es sehr ungesund?
Fast Food wie Hamburger, Bratwurst und Pommes sind fett- und damit energiereich, haben aber relativ wenig Vitamine und Mineralstoffe. Wenn die Ernährung ansonsten ausgewogen ist, kann Ihr Sohn gelegentlich auch Fast Food essen. Verbote würden es eher noch attraktiver machen. Fast-Food-Menüs lassen sich mit Milchshakes und Gemüse ausgewogener gestalten.
Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl
Meine Kinder essen weder Obst noch Gemüse. Wie bekomme ich sie dazu?
Probieren Sie neue Sorten aus. Manches mögen bestimmt auch Ihre Kinder. Gemüse können Sie auch verstecken, indem Sie es zerkleinert oder püriert in Suppen, Soßen oder anderen Speisen zubereiten. Obst lässt sich gewürfelt unter Salate oder Süßspeisen mischen. Tipp: Viele Kinder mögen rohes Gemüse lieber als gekochtes. Bieten Sie mittags rohe Gurkenscheiben, Möhren, Kohlrabi und Paprika an. Gemüserohkost ist auch als Zwischenmahlzeit interessant - in Dips getaucht als Fingerfood. Stellen Sie beim Fernsehen einen Teller mit Obst und Gemüse in mundgerechten Stücken hin und nehmen Sie es auf Ausflügen als Proviant mit. Wichtig ist das gute Vorbild der Eltern!
Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ute Alexy