Das Buch „Gewaltfreie Kommunikation“ (GfK) von Marshall B. Rosenberg ist seit Jahren ein Bestseller. Viele Menschen, die es ausprobiert haben, schwärmen davon. Was steckt eigentlich hinter der „GfK“?
Wer möchte schon „gewaltsam“ mit anderen kommunzieren? Vermutlich niemand! Aber trotzdem geraten wir immer wieder in Situationen, in denen uns zum Beispiel Sätze wie „Wieso kannst du nie...“ oder „Es ist immer das Gleiche“ rausrutschen. Sätze, die unser Gegenüber verletzen und kränken - und häufig eine Spirale der gegenseitigen Geringschätzungen in Gang setzen.
Der amerikanische Psychologe und Konfliktmediator Marshall B. Rosenberg hat ein Konzept entwickelt, wie es gelingen kann, miteinander in Kontakt zu bleiben und rücksichtsvoll und respektvoll miteinander zu sprechen und einander einfühlsam zuzuhören.
Das Konzept entstand ursprünglich aus Rosenbergs Auseinandersetzung mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in den frühen 1960er Jahren und wird heute in vielen verschiedenen Zusammenhängen angewandt. Es besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten.
Die Grundidee der gewaltfreien Kommunikation (GfK) ist, dass wir alle Bedürfnisse haben, nach deren Befriedigung wir streben, um glücklich und ausgeglichen zu sein. Die GfK soll uns anregen, klar und ehrlich auszudrücken, welche Bedürfnisse das sind, und auch denen unseres Gegenübers auf die Spur zu kommen und achtsam damit umzugehen.