Allgemeine Fragen zur Elternzeit

Rund um die Elterzeit gibt es viele Regelungen. In unseren Fragen und Antworten erfahren Sie, wie Sie die Elternzeit splitten können, wie Sie Elternzeit beantragen, wie Sie versichert sind und wie sich ein zweites Kind auf Ihre Elternzeit auswirkt.


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Fragen und Antworten zur Elternzeit


Wer darf Elternzeit nehmen?

Elternzeit kann grundsätzlich in jedem Arbeitsverhältnis genommen werden – d.h. auch bei befristeten Verträgen, bei Teilzeitarbeit und bei geringfügig Beschäftigten. Auch Auszubildende können Elternzeit nehmen. Elternzeit steht beiden Elternteilen zu – und zwar völlig unabhängig voneinander. D.h. die Elternzeit von Vater und Mutter kann in Länge und Umfang ganz individuell gestaltet werden. Elternzeit darf auch nur für einzelne Monate oder Wochen genommen werden.

Ist die Elternzeit unabhängig vom Elterngeld?

Ja.

Wie wird die Mutterschutzfrist angerechnet?


Die Zeit des Mutterschutzes wird ab Geburt des Kindes (acht Wochen) auf die Gesamtdauer der Elternzeit mitangerechnet. Der Vater kann ab Geburt des Kindes Elternzeit nehmen.

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Dürfen die Eltern während der Elternzeit arbeiten?

Ja, aber nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich.

Wie wird Elternzeit beantragt?


Wer Elternzeit nehmen möchte, muss das schriftlich bei seinem Arbeitgeber beantragen. Die Frist hierfür beträgt sieben Wochen vor geplantem Beginn. Die meisten Mütter möchten die Elternzeit direkt nach dem Mutterschutz nehmen. In diesem Falle sollten Sie die Elternzeit in der ersten Woche nach Geburt Ihres Kindes beantragen. Lassen Sie sich Ihre Elternzeit unbedingt von Ihrem Arbeitgeber bestätigen!

Benötigen Eltern die Zustimmung des Arbeitgebers, wenn sie Elternzeit nehmen wollen?

Mütter und Väter haben bis zum dritten Geburtstag ihres Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. D.h. der Arbeitgeber kann den Antrag auf Elternzeit nicht ablehnen.
Wenn Eltern ihre Elternzeit vor dem dritten Geburtstag ihres Kindes nicht voll ausgeschöpft haben, können sie maximal zwölf Monate auf die Zeit bis zum vollendeten achten Lebensjahr übertragen – hierfür benötigen Sie aber die Zustimmung Ihres Arbeitgebers.

Um den Eltern bei der Inanspruchnahme der Elternzeit künftig eine größere Flexibilität einzuräumen sieht der Gesetzentwurf vor, dass Eltern für Geburten ab dem 1.7.2015 24 statt bisher 12 Monate zwischen dem dritten bis achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch nehmen können, ohne dass es dazu der Zustimmung des Arbeitgebers bedarf. Dies gilt auch bei einem Arbeitgeberwechsel. Der neue Arbeitgeber kann von der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung über bereits in Anspruch genommene Elternzeit verlangen.

Wie bin ich während der Elternzeit versichert?


Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, besteht die Mitgliedschaft während Ihrer Elternzeit und/oder während des Bezugs von Elterngeld fort. Pflichtmitglieder, die außer dem Elterngeld keine beitragspflichtigen Einnahmen beziehen, müssen während der Elternzeit keinen Beitrag zahlen.

Wenn Sie auf freiwilliger Basis gesetzlich krankenversichert sind, ist eine beitragsfreie Versicherung nur möglich, wenn Sie sich über Ihren Partner in einer Familienversicherung mitversichern lassen können.

Wenn Sie privat versichert sind, müssen Sie Ihre Versicherungsprämien selbst tragen, ein Wechsel in die beitragsfreie Familienversicherung des Ehegatten ist nicht möglich. Teilweise stehen Ihnen aber für die Versicherung während der Elternzeit günstigere Konditionen zur Verfügung.

Besteht während der Elternzeit Kündigungsschutz?


Ja! Sobald der Arbeitgeber die Elternzeiterklärung erhalten hat, besteht Kündigungsschutz. Der Kündigungsschutz gilt bis zum Ende der Elternzeit.

Was ist bei befristeten Verträgen zu beachten?


Wenn Sie Elternzeit nehmen, verlängert sich Ihr befristeter Vertrag dadurch nicht.

Wie lautet die Regelung, wenn ich zwischenzeitlich den Arbeitgeber wechsle?


Ein neuer Arbeitgeber ist nicht an die Zustimmung des vorherigen Arbeitgebers zur Übertragung der Elternzeit gebunden.Wenn die Elternzeit vor dem dritten Geburtstag des Kindes nicht vollständig aufgebraucht wurde und der Elternzeitberechtigte nach dem dritten Lebensjahr den Arbeitgeber wechselt, kann die restliche Elternzeit nur mit Zustimmung des neuen Arbeitgebers in den Zeitraum zwischen drittem und achtem Lebensjahr übertragen werden.

Wie wirkt sich ein zweites Kind auf die Elternzeit aus?


Der Anspruch auf Elternzeit besteht für jedes Kind, auch wenn während der Elternzeit vom ersten Kind das zweite Kind auf die Welt kommt.

Wo kann ich mich zur Elternzeit beraten lassen?


Weitere Informationen bekommen Sie bei den Elterngeldstellen und beim Servicetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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