Entsafter im Test: familie.de testet Slow Juicer MJ-L500 von Panasonic

Zwei Kinder, die sich nicht viel aus Obst und Gemüse machen. Dazu ein Job, der oftmals wenig Zeit fürs Vitamine schnippeln lässt. Vielleicht hilft ein Entsafter weiter? Unsere Kollegin hat den Test gemacht und den Slow Juicer MJ-L500 von Panasonic getestet.


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Frisch gepresst: Lecker Saft für alle?!


Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich sollen es sein. Das ist schwer zu schaffen. Zumindest für unsere Familie... Vielleicht helfen uns Fruchtsäfte, die Lücke zwischen der empfohlenen Menge und unserem tatsächlichen Verzehr zu schließen? 
Vor vielen Jahren hatten wir uns einen Entsafter vom Discouter zugelegt, ein paar Mal getestet – das gute Stück steht heute noch im Keller. Der Grund: Die Saftausbeute war zu gering, der Saft schnell braun und schaumig – und das Putzen des großen Geräts extrem zeitaufwändig. Jetzt wagen wir uns nochmals an einen Entsafter ran und testen den .
Entsafter von Panasonic im Test

Klein & hübsch: Der MJ-L500 von Panasonic


Unsere Erfahrung: Küchengeräte werden nur genutzt, wenn sie in der Küche stehen. Und wenn sie Dinge können, die wir nicht können. Punkt eins ist erfüllt: Der Juicer ist klein. Und hübsch. Und darf damit in der Küche stehen bleiben. Jetzt geht es nur noch um die Frage: Was kann der Juicer? Und wie zufrieden sind wir mit dem Ergebnis?

Unser Testgerät gehört zur Kategorie der Slow Juicer, das sind schonende Entsafter, die die Vitamine schonen und die wichtigen Enzyme und Mineralstoffe erhalten. Obst und Gemüse werden langsam zerkleinert, dabei wird weniger Sauerstoff zugeführt. Mit dem großartigen Ergebnis: Der Saft wird - wie vom Hersteller versprochen - nicht braun. Ein wichtiger Punkt, wenn der Saft für Kinder gedacht ist. Denn brauner Saft sieht definitiv nicht lecker aus. Bei Slow Juicern entsteht zudem weniger Schaum als bei den sogenannten Zentrifugalentsaftern. Der Slow Juicer von Panasonic hat einen Einsatz für gefrorene Zutaten – und kann damit auch im Handumdrehen Sorbets und Frozen Joghurt zubereiten.
Unser Urteil zum MJ-L500 von Panasonic
➤ Der Entsafter von Panasonic funktioniert ganz easy, nahezu selbsterklärend. Er lässt sich schnell und einfach zusammen- und auseinandersetzen.

Der Einfüllschacht hat eine gute Größe, die Stücke müssen nicht zu klein geschnitten werden, um durch den Schacht zu passen. Auffangbehälter und Saftbehälter sind sehr großzügig bemessen.


© vision net ag
➤ Der Trester, d.h. die Obst- und Gemüsereste, ist trocken – das heißt: Das Beste aus den Früchten ist in unserem Saftbehälter gelandet – und nicht im Müll.

➤ Last but not least: Das Reinigen. Das funktioniert leider nicht ganz so schnell wie das Zusammenbauen des Geräts. Wichtiges Detail: Der Juicer muss unbedingt direkt nach dem Gebrauch gesäubert werden. Wir haben’s ausprobiert: Das MUSS sein! Sind die Pflanzenreste und –fasern erst mal eingetrocknet, macht das Säubern definitiv keinen Spaß mehr…



© vision net ag
Aber jetzt zur wichtigsten, zur kriegsentscheidenden Frage: Was sagen die Kinder zum selbst gepressten Saft?
Da lächeln die beiden, die Daumen gehen nach oben. Ja, der Saft schmeckt und wird getrunken. Nicht alle meine phantasievollen Eigenkreationen, aber das war auch nicht zu erwarten. Am besten schmeckt der Saft unseren Kindern, wenn sie selber ran dürfen an die Maschine. Erstmal schnippeln, dann den "Saftautomaten" füttern – und zu guter Letzt: probieren. (Hinweis: Kinder dürfen allerdings nur an das Gerät, wenn sie verantwortungsbewusst und vorsichtig sind – und die Eltern direkt daneben stehen und aufpassen.)
Unsere Kinder schreien bei vielen, vielen der ganz gewöhnlichen Obstsorten „igittigitt“ und „bäh“. Grandios: Bei selbstgepressten Säften lässt sich Obst (und sogar Gemüse) reinschummeln, das sie sonst nicht essen würden. Der Juicer hat uns auch dazu gebracht, unsere Geschmacksnerven ein bisschen zu trainieren: Die Kinder pressen einen Saft – und wir Großen müssen erraten, was sie alles reingesteckt haben in den Juicer.

Produkt MJ-L500 von Panasonic
Handhabung
Aussehen
Qualität des Saftes
Reinigen
Gesamtwertung 5
Fazit

Wir sind begeistert - die Investition lohnt sich. Bei uns wird jetzt definitiv deutlich mehr Obst (und sogar Gemüse) konsumiert.

Wir haben unseren Juicer richtig lieb gewonnen – und geben ihn erst wieder her, wenn ein Gerät erfunden wurde, das sich selbst reinigt.
Kleines Manko: Frisches Obst kostet teilweise viel Geld. Wir halten im Supermarkt jetzt öfter nach Großpackungen Ausschau - und verwerten auch viel Obst und Gemüse, das seinen Zenit bereits überschritten hat.


Rezept-Ideen

Wir haben einige der leckeren Rezeptideen von Panasonic probiert, viele, viele Obstreste verwertet und Eigenkreationen gemixt. Diese beiden, etwas kreativeren Rezeptideen, haben uns besonders geschmeckt:
 
 
Pink Melone Sorbet

Zutaten für ca. 300 g
• 50 g Honigmelone
• 100 g Rote-Bete-Knollen (vorgeschält, vakuumverpackt)
• 10 Blätter Minze
• 4 EL Joghurt


Honigmelone schälen, Rote Bete und Honigmelone klein schneiden und mit der Minze in den Tiefkühlschrank stellen. Die gefrorenen Zutaten in einer Schüssel mit dem Joghurt vermengen und alles zusammen in den Slow Juicer geben.

Tipp: Eisen und Folsäure sind für die Blutbildung essentiell. Beides ist in der Roten Bete reichlich enthalten und bleibt am besten erhalten, wenn sie roh oder als Rohkostsaft zu sich genommen wird.

Gazpacho Spanish Summer

Zutaten für ca. 300 g
• 80 g Gurke
• 80 g Stangensellerie
• 80 g Paprika (gelb, rot)
• 80 g Tomate
etwas Salz und Pfeffer


Das Gemüse waschen, klein schneiden und im Tiefkühlschrank einfrieren. Das gefrorene Gemüse in den Slow Juicer geben und vor dem Verzehr nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.

Tipp: Sekundäre Pflanzenstoffe wie z. B. Carotinoide und Phenolsäure sowie Vitamine sind als bioaktive Substanzen in der Tomate enthalten, welche prophylaktisch gegen Krebserkrankungen und zur Stärkung des Immunsystems wirken.

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