Vesuv, Pompeji & Co - Familienurlaub in Kampanien

Zwischen einem dampfenden Vulkan und dem blauen Meer entdeckt Familie Weichler ein Stück ursprüngliches Italien: die sonnenverwöhnte und geschichtsträchtige Region Kampanien.


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"Ich glaub's nicht: Da steigt ja noch Dampf aus dem Vulkan!"


Simon (10) steht mit Michi (15) am Kraterrand des Vesuvs und zeigt in den Schlund aus erstarrtem Lavagestein. "Früher war's üblich, auf den heißen Brocken Spiegeleier zu braten", berichtet Giulia, unsere Reiseführerin. "Heute ist das aber verboten." Na, wir hätten sowieso keine Eier dabeigehabt - aber ein tolles Erlebnis ist es auch so, auf einem richtigen Vulkan zu stehen. Vor 60 Jahren hat der Vesuv zum letzten Mal Feuer und Asche gespuckt - und er kann jederzeit wieder ausbrechen.

Vulkan Vesuv

Sie harmlos aus: Der Vesuv aus sicherer Entfernung


© Thinkstock
Jetzt ist zum Glück alles ruhig und friedlich, und wir - mein Sohn Simon, sein Freund Michi, mein Lebensgefährte Thomas und ich - schauen über die von Häusern gesäumte Bucht von Neapel. Dort liegt auch Pompeji. Unser Forscherdrang ist jetzt nicht mehr zu bremsen: Da wollen wir hin! Stundenlang streifen wir anschließend durch die toll erhaltenen Ruinen - und den Jungs ist keine Sekunde langweilig, so fasziniert sind sie von den Geschichten, die wir erfahren. Zum Beispiel, dass der Pompejaner nicht zu Hause badeten, da gab's bloß eine Katzenwäsche. Das gefällt Simon! An einer Straßenecke entdecken wir ein Thermopolium, eine gemauerte Theke mit Öffnungen für Gefäße und eine Feuerstelle: Ein Schnell-Imbiss, in dem es im Jahr 79 n.Chr. Linsensuppe und warmen Wein gab. „Also McDonald's nach Pompejer-Art", sinniert Michi.

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Lebendige Geschichte 

Wir erfahren, dass reiche Bürger Sklaven für unliebsame Arbeiten hielten - eine Idee, die Simon behagt: „Ich könnte auch einen zum Zimmeraufräumen gebrauchen.“ Selbst schlichte Entdeckungen beeindrucken: Dem antiken Straßenpflaster sind die jährlich zwei Millionen Besucher nicht anzumerken - wohl aber die 2000 Jahre alten, tiefen Wagenspuren.

Pompeji

Die Ruinen von Pompeji


© Thinkstock
Nach diesen spannenden Erkundungen ist es dann höchste Zeit für eine Erfrischung. Schnell zu unserem Quartier in Ogliastro Marina am malerischen Kap Licosa. Michi und Simon stürzen sich sofort ins badewannenwarme Meer, während wir Eltern in Ruhe einen Cappuccino auf der Sonnenterrasse genießen. Herrlich ...
Süden von Kampanien - Bergdörfer und Fischerorte
Nach ein paar Tagen wollen wir weiterziehen in den Süden von Kampanien. Zwei Autostunden die Panoramastraße am Meer entlang. Verwunschene Bergdörfer und idyllische Fischerorte ziehen vorüber. Acciaroli, wo Hemingway 1953 einen Sommer verbrachte, Pisciottas mittelalterliche Kulisse, stolz auf einem Hügel thronend. Dann kilometerlange Strände auf der einen Seite, schroffe Felswände auf der anderen und die großartige Szenerie von Kap Palinuro.

In Marina di Camerota lassen wir uns für unsere letzte Urlaubswoche nieder. Der Ort hat Charme: eine weitläufige Uferpromenade am Hafen, verwinkelte Gassen, eine beschauliche Piazza und nette Lokale. Unser Domizil ist eine Ferienwohnung der „Villa Torre delle Viole“. Der „Torre“ stammt aus dem Mittelalter, so wie viele Türme der Küste. Von dort hielt man Ausschau nach Piraten, die das Mittelmeer unsicher machten. Dann: Feiner Sandstrand, das Wasser zunächst flach und überall glasklar. Ideal zum Schnorcheln, finden Michi und Simon... Später, auf einem Bootsausflug, erleben wir die imposante Felsküste östlich des Ortes. Kalksteinwände ragen aus dem Wasser, immer wieder öffnen sich neue Höhlen und Grotten. Die schönste leuchtet blau.

Marina di Camerota

Marina di Camerota - Blick auf die "Baia del Silenzio"


© Thinkstock
Am Naturhafen Porto degli Infreschi lassen wir uns vom Bootsführer absetzen und wandern über alte Bauernpfade zurück. Wir erleben duftende Macchia, die typische, kniehohe Mittelmeer-Vegetation, und genießen die grandiosen Ausblicke übers Meer und auf versteckte Buchten. Wir überqueren von Bäumen beschattete Bachläufe (jetzt Rinnsale) und machen Rast unter einem Johannisbrotbaum. Michi entdeckt eine harmlose Natter im Gebüsch, Simon interessiert sich mehr für die grünblau schimmernden Eidechsen. Ein Wolf heult in der Ferne - oder ist das nur ein Hund? Die Kinder sind sich einig: "Hier könnte man einen echten Abenteuerfilm drehen!"

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