Friedensnobelpreis für Malala Yousafzai

Ehrung für den Kampf für Kinderrechte: Die 17-jährige Muslimin und der indische Kinderrechtler Kailash Satyarthi werden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


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10. Oktober 2014

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die erst 17 Jahre alte Malala Yousafazi aus Pakistan. Gemeinsam mit dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi erhielt sie die Auszeichnung für ihr furchtloses Eintreten gegen die Unterdrückung junger Menschen und für die Bildung.


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Schon im letzten Jahr galt das mutige Mädchen als Favoritin auf den Preis. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem schon mit dem Mutter-Teresa-Gedächtnispreis für Soziale Gerechtigkeit, dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit (EU-Menschenrechtspreis) und dem Internationalen Kinder-Friedenspreis (Video).

2012 wurde Malala wegen ihres Einsatzes für die Schulbildung und Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen auf dem Weg zur Schule von Taliban angeschossen. Sie überlebte, erholte sich und kämpft trotz anhaltender Morddrohungen radikaler Islamisten weiter für ihre Überzeugungen. "Durch ihren heroischen Kampf ist sie zu einer führenden Fürsprecherin für das Recht von Mädchen auf Bildung geworden", hieß es vom Nobel-Komitee. Zudem sei sie ein Beispiel dafür, dass auch Kinder und Jugendliche einen Betrag dazu leisten können, ihre Lage zu verbessern.


Der zweite Preisträger, Kailash Satyarthi, engagiert sich seit Jahren schon gegen die Ausbeute von Kindern und für die Festschreibung der Kinderrechte in internationale Konventionen. Das Nobel-Komitee lobte seinen Mut und seine friedlichen Protestaktionen „in der Tradition von Gandhi“.

Der Friedensnobelpreis ist mit insgesamt rund 874.000 Euro dotiert und wird den beiden gemeinsamen Preisträgern offiziell am 10. Dezember in Oslo überreicht.




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